Projekt PELI-D

Präferenzen des täglichen Lebens von alten Menschen
Übersetzung und Pilotierung

Person-zentrierte Pflege ist ein weit verbreitetes Konzept für eine individuelle Best practice-Versorgung alter Menschen. Unabhängig vom Versorgungssetting ist daher die Umsetzung einer person-zentrierten Pflege ein grundlegendes Ziel der Versorgung alter Menschen. Um eine individualisierte und person-zentrierte Versorgung gestalten zu können, benötigen die an der Versorgung der alten Menschen beteiligten Personen Wissen über deren individuelle Präferenzen.

 

Vor diesem Hintergrund wurde in den USA das Preferences for Everyday Living Inventory (PELI) entwickelt. Dieses Instrument zielt darauf ab, die spezifischen Präferenzen alter Menschen über ein breites Spektrum von Lebensbereichen hinweg zu erfassen, um den Pflegenden detaillierte Informationen für die Pflegeplanung und deren Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Für den deutschen Sprachraum steht bislang kein vergleichbares Instrument zur Verfügung.

 

Aus diesem Grund setzt das DZNE Witten in Kooperation mit Prof. Dr. Kimberly van Haitsma, Prof. Dr. Ann Kolanowski und ihrem Team (Penn State University) derzeit eine Übersetzung des PELI-Instrumentes für die stationäre Pflege ins Deutsche (PELI-D) um. Aufgrund der item-basierten Anlage des PELI und nach Rücksprache mit den Entwicklerinnen des Instruments, soll diese PELI-Version in je eine Setting spezifische Variante für die ambulante Pflege, die stationäre Pflege sowie die Tagespflege überführt werden. Aufgrund der kulturellen Unterschiede beider Länder ist neben der reinen sprachlichen (Rück-) Übersetzung auch eine kulturelle Adaption in der Projektphase I („Kulturspezifische Übersetzung“) sowie eine Testung der Items des PELI in der Projektphase II („Pilotierung“) geplant.

 

Darüber hinaus werden Sektor übergreifende Items identifiziert. Letzteres erfolgt mit Blick auf Einsatzmöglichkeiten sowohl in den USA als auch in Deutschland und erlaubt international vergleichende Analysen. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der derzeitigen Qualitätsdebatte in den USA (insbesondere IMPACT ACT, 2015) und in Deutschland (§113 SGB XI - Ergebnisqualität 2015) betrachtet und Empfehlungen formuliert.

 

Das Projekt PELI-D wird in Kooperation mit dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. (Ansprechpartnerin: Dr. Heidemarie Kelleter) und der Diakonie Düsseldorf (Ansprechpartnerin: Dr. Nada Radic) als Praxispartner durchgeführt.

 

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