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Fachkraft statt Hilfsarbeiter – mehr arbeitsmarktpolitische Förderung für Flüchtlinge notwendig

26. Juni 2019; Marianne Jürgens

Fachkraft statt Hilfsarbeiter – mehr arbeitsmarktpolitische Förderung für Flüchtlinge notwendig
Geflüchtete Menschen können helfen, den Fachkräftemangel zu beheben – so hieß es 2015 immer wieder. Doch obwohl in Köln mittlerweile 6.478 Flüchtlinge sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, arbeitet der Großteil bislang in Helferjobs, wie der aktuelle Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW zeigt.
„Damit schlecht entlohnte Hilfsarbeiter mit wenig Perspektiven zu Fachkräften werden, ist mehr arbeitsmarktpolitische Unterstützung für Weiterqualifizierung notwendig.“ sagt Peter Krücker, Vorstand der Kölner Caritas.
In Köln stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter Geflüchteten zwischen September 2017 und September 2018 um 35,3 % auf rund 6478 an. Darunter sind 701 Auszubildende, das sind 64,2 % mehr Auszubildende als noch ein Jahr zuvor.
Allerdings ist der Weg in Job und Ausbildung für viele Flüchtlinge noch immer lang und beschwerlich. Geduldete beispielsweise haben in der Regel erst nach einem Jahr Zugang zu ausbildungsbegleitenden Hilfen und erst nach sechs Jahren zu berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen. „Wer in Deutschland eine Arbeitserlaubnis erhält, muss auch sofort alle nötigen berufsvorbereitenden und ausbildungsfördernden Hilfen erhalten können“, fordert Krücker.
In Köln sind derzeit 45,4 % geflüchtete Menschen in Helferjobs tätig, circa 17,1 % in Leiharbeit. „Das Potenzial vieler Geflüchteter wird nicht genutzt.“, meint Peter Krücker „Mit gezielter Sprachförderung, beruflicher Qualifizierung und einer erleichterten Anerkennung der im Ausland erworbenen Kompetenzen könnten wir deutlich mehr von ihnen als Fachkräfte gewinnen, die unsere Wirtschaft so dringend braucht.“
Das gilt nach Ansicht der Freien Wohlfahrtspflege ebenfalls für viele Flüchtlinge, die noch auf Sozialleistungen angewiesen sind. Die Zahl der Hartz IV-Empfänger aus den acht zuzugsstärksten Asylherkunftsländern außerhalb Europas ist in Köln auf rund 12.327 im November 2018 gestiegen. Weiterqualifikation kann verhindern, dass aus ihnen die Langzeitarbeitslosen von morgen werden.
Weitere Infos: www.arbeitslosenreport-nrw.de

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