Inhalte durchsuchen

 

Unsere Hilfen

Ihr Kontakt zu uns

Sozialdienst katholischer
Frauen e.V. Köln

Geschäftsstelle
Mauritiussteinweg 77-79
50676 Köln

Tel. 0221 / 12 695 - 0
Fax 0221 / 12 695 - 194
E-Mail: info@skf-koeln.de

Soziale Netzwerke

  • Facebook
  • Twitter

Aktuelles

Paten für Kinder und Familien gesucht
08.04.2019 - Kinder und Familien wünschen sich Patinnen und Paten, die das Leben mit ihnen teilen
Rote Funken im Einsatz für obdachlose Kölnerinnen
04.02.2019 - Unterwegs auf der Straße und in den Sälen mit der Kötterbüchse
Rote Funken im Einsatz für obdachlose Kölnerinnen
04.02.2019 - Die Roten Funken, die älteste Karnevalsgesellschaft Köln engagiert sich für wohnungslose Kölnerinnen und unterstützt den SkF e.V. in seiner Arbeit für Frauen, die wohnungslos sind.

Zur Geschichte des Vereins

Die Gründung des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V. Köln geht zurück auf die Initiative zweier Frauen, Agnes Neuhaus in Dortmund und Marie Le Hanne Reichensperger in Köln, die sich unabhängig voneinander um 1899/1900 herum entschlossen, Frauen und Mädchen in Not Hilfe zu leisten.

 

Sozial-caritatives Leben entsprach zwar durchaus den gesellschaftlichen Moralvorstellungen und dem Frauenbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts, allerdings nicht in der Form, wie es dann von den Frauen dieses Vereins gelebt wurde.

Marie Le Hanne Reichensperger hatte bereits einige Jahre - seit 1895 - in Koblenz regelmäßig das Frauengefängnis besucht und mit gleichgesinnten Frauen und der Unterstützung engagierter Richter ein Hilfenetz für straffällig gewordene Frauen aufgebaut.

Als sie 1898 in ihre Heimatstadt Köln zurückkehrte, begann sie auch hier mit dem Aufbau einer entsprechenden Hilfe für Frauen.

1900 lernte sie Frau Agnes Neuhaus kennen, die in Dortmund mit der Hilfe für die damals sogenannten „geschlechtskranken Frauen“ und für Prostituierte begonnen hatte. Die beiden Frauen tauschten ihre Erfahrungen aus und erweiterten ihren jeweiligen Tätigkeitsbereich mit den Ideen der anderen. Erst in Dortmund, dann in Köln wurde ein Verein gegründet, der als „Katholischer Fürsorgeverein für Mädchen, Frauen und Kinder“ in das Vereinsregister eingetragen wurde.

  

 

In erstaunlich kurzer Zeit entstanden weitere Vereine in ganz Deutschland, die miteinander in Verbindung standen und im Jahre 1907 einen Gesamtverein zur Vertretung gemeinsamer Interessen in Kirche und Politik mit Sitz in Dortmund gründeten.

 

Das „Josefshaus“, in dem alleinstehende Mütter mit ihren Kindern Zuflucht fanden, wurde 1904 zu einem der ersten größeren Projekte des Kölner Vereins. Das „Reichenspergerhaus“, das die Familie Reichensperger dem Verein zur Nutzung überließ, wurde 1908 Nähschule und Aufnahmeheim für obdachlose Jugendliche.

 

Der 1. Weltkrieg und die instabile, vielfach von Not und Arbeitslosigkeit geprägte wirtschaftliche und politische Lage in den 20er und 30er Jahren führten zum Ausbau weiterer Angebote des Vereins. Die Arbeit professionalisierte sich, nicht zuletzt durch die Entwicklung des eigenständigen Berufsbildes der Fürsorgerin.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Arbeit des Vereins stark eingeschränkt und massiv behindert. Der ideologisch begründeten Einschränkung der Freiheiten des Vereins folgten in Köln direkte Kriegsschäden. Die Bombardements des 2. Weltkrieges vertrieben die Menschen aus Köln, die meisten Einrichtungen des Vereins wurden zerstört.

 

Nach Kriegsende begann im „Josefshaus“, das als einziges Haus des Vereins den Krieg - wenn auch stark beschädigt - überstanden hatte, die Arbeit des Vereins von neuem. Bekannte und vertraute Einrichtungen wie das „Reichenspergerhaus“ oder „Haus Maria Schutz“ wurden an anderen Orten neu aufgebaut und boten weiterhin Kindern und Jugendlichen Schutz und ein Zuhause auf Zeit.

 

1970 erhielt der Verein seinen neuen Namen "Sozialdienst katholischer Frauen e. V." Auf Bundesebene entwickelte sich der Verein auch zu einem Lobbyorgan für Frauen, Familien, Kinder und Jugendliche in Not. Bei vielen Gesetzesvorhaben auf Bundes- und Landesebene wird die Kompetenz der örtlichen Vereine bzw. der Zentrale in Dortmund eingefordert.

 

In Köln wurden viele traditionelle Angebote wie die stationäre Jugendhilfe, die Straffälligenhilfe und die Begleitung und Betreuung von Frauen in besonderen sozialen Notlagen weitergeführt. Immer wieder angepasst an die Anforderungen einer sich verändernden Gesellschaft mit neuen Problemlagen und neuen pädagogischen und sozialarbeiterischen Konzepten existieren sie bis heute. Andere Projekte wurden neu aufgebaut – einige davon mit bundesweitem Modellcharakter.

 

Dazu gehört die Verlagerung des Straßenstrichs an die Geestemünder Straße, die Entwicklung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt oder das das „Clearingwohnen für suchtkranke Schwangere und Mütter und ihre Kinder“.

 

Im Jahr 2005 kam es zu einer für den SkF e.V. Köln historischen Veränderung. Seit dem Sommer werden im Reichenspergerhaus nach 97 Jahren nicht mehr nur Mädchen aufgenommen, sondern inzwischen auch Jungen, die sich in akuten Notlagen befinden.

 

Im Jahr 2006/2007 fand die im Konzept "Zukunft heute" des Erzbistums Köln vorgesehene Fusion mit dem SkF e.V. Köln Porz statt. Im Rahmen und im Nachgang der Fusion gelang es, alle vor Ort etablierten Hilfen nicht nur in vollem Umfang zu erhalten, sondern vielmehr weitere Einrichtungen aufzubauen.

 

Trotz aller politischen, gesellschaftlichen und sozialen Umwälzungen, die es seit den Anfängen des Vereins gegeben hat, steht die Arbeit der Mädchen und Frauen in Not immer noch im Vordergrund.

 

Noch immer bietet der SkF e.V. Schlafplätze und Grundversorgung, Beratung und Hilfe für obdachlose Jugendliche, noch immer werden die Frauen betreut, die sich auf dem Straßenstrich prostituieren, noch immer gibt es ein Haus, in dem alleinerziehende Mädchen und junge Frauen mit ihren Kindern leben können, noch immer werden Frauen in Haft und nach der Haftentlassung betreut.

 

Aus der Tradition des Vereins, sich immer wieder an aktuellen Notlagen auszurichten, ergibt sich die Modernität, die wir heute nach außen und innen zu leben versuchen.


Seit Juni 2012 befinden wir mit unserer neuen Geschäftsstelle am Mauritiussteinweg wieder mitten in der Stadt.

Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln
Geschäftsstelle
Mauritiussteinweg 77-79
50676 Köln

Tel. 0221 - 12 69 5 - 0
Fax 0221 - 12 69 5 - 194
E-Mail: info@skf-koeln.de