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Let´sGuide – die Plattform für meine Gesundheitsdaten

Let's Guide

Die Plattform für meine Gesundheitsdaten

Die vieldiskutierte, für alle Versicherten zugängliche elektronische Patientenakte (ePA) ist derzeit noch Theorie. Sie soll aber schon sehr bald eine zentrale Rolle bei der Patientenversorgung im deutschen Gesundheitswesen spielen.

Erklärtes Ziel ist es, alle Akteure, also nicht nur Krankenhäuser, sondern auch niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenkassen und natürlich die im Mittelpunkt stehenden Patienten nutzenstiftend zu vernetzen. Dabei muss die volle Souveränität der Patienten über ihre persönlichen Daten gewährleistet sein.

In diesem Bereich haben bisher vorwiegend Kostenträger wie das AOK-Gesundheitsnetzwerk, TK-Safe und Vivy Angebote aufgebaut. Jetzt folgen gemeinnützig orientierte Akteure mit Angeboten zur Verwaltung und Vernetzung von Gesundheitsdaten.

Eine Gruppe aus katholischen Krankenhäusern und Partnern aus der Industrie ist unter Federführung der Abteilung Krankenhäuser des Diözesan-Caritasverbandes Köln (DiCV) aktuell dabei, mit Let's Guide eine umfassende Plattform aus dem Kreis der gemeinnützigen Leistungserbringer zu entwickeln und umzusetzen.

Die Patienten können Let's Guide zur Verwaltung ihrer vollständigen Gesundheitsdaten nutzen.

Gleichzeitig soll mit der neuen Plattform die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert und dabei dem Patienten die Souveränität im Umgang mit seinen persönlichen Gesundheitsdaten ermöglicht werden. Zudem sollen die Daten durch strukturierten Austausch und unter strenger Beachtung der Datenschutzvorgaben für die Forschung zur Behandlungsoptimierung und Verbesserung der internen Prozesse im Krankenhaus genutzt werden.

Bis Januar 2021 sollen gesetzliche Krankenkassen Versicherten eine elektronische Patientenakte anbieten, in der unter anderem Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Impfungen und Medikationspläne gespeichert werden.

Der Let's Guide Entwicklungsansatz

Sukzessive Herangehensweise nach individuellen Möglichkeiten

Der Let's Guide-Entwicklungsansatz sieht in den ersten Phasen nicht die gleichzeitige Umsetzung aller Prozesse, sondern eine sukzessive Herangehensweise nach den individuellen Möglichkeiten des jeweiligen Krankenhauses vor.

Das geplante elektronische Kommunikationsnetzwerk versetzt beteiligte Häuser in die Lage, elektronische Gesundheitsdaten sicher zu verwalten und zur Prozessverbesserung den nächsten Schritt der digitalen Transformation zu gehen: So werden im ersten Schritt die Aufnahme-Prozesse eingebunden sowie Patientendaten aus dem Bereich der elektiven Aufnahme, z. B. in der Endoprothetik, der Onkologie und in weiteren Bereichen. Die Daten aller beteiligten Akteure werden dem Patienten in sogenannten Use-Cases via App transparent zur Verfügung gestellt.

Mit der vorgesehenen, granularen Datenspeicherung soll, zusätzlich zur Behandlungsprozessoptimierung, eine weitreichende und flexibel mehrwertbringende Datennutzung in den Bereichen Logistik und kaufmännische Administration bis hin zur Verwendung von anonymisierten Daten für die Forschung im nicht-kommerziellen Bereich innerhalb des Konsortiums ermöglicht werden. Berücksichtigt werden dabei selbstverständlich die eindeutig gekennzeichneten Berechtigungen zur Verwendung dieser Daten.

Let's Guide soll – das Einverständnis des Patienten vorausgesetzt – also auch die innovative Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung und die Behandlungsoptimierung erlauben. Es soll mit bestehenden technischen Standards, skalierbar für andere katholische und (frei-) gemeinnützige Krankenhäuser aufgebaut werden können und in den ersten Schritten einen Austausch diskreter und strukturierter Daten ermöglichen. Nachfolgend ist geplant, dass weitere Einrichtungen angeschlossen werden, um das Let's Guide-Netzwerk stetig zu erweitern.

In den für die Patientenversorgung verantwortlichen Kliniken des Konsortiums wird jeweils ein Datenintegrationszentrum als eigenständige organisatorische Einheit etabliert. Der Aufbau wird vereinfacht in der nebenstehenden Grafik dargestellt.

Die gezeigte, vereinfachte Darstellung der Teilnehmer wurde in einem Design-Thinking-Workshop sowie zahlreichen weiteren Entwicklungstreffen des Konsortiums weiter konkretisiert und Anfang Oktober 2019 im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift, eine gemeinnützige Gesellschaft im Elisabeth Vinzenz Verbund, erprobt und getestet.
Das Go-live soll alsbald auch in weiteren katholischen Kliniken folgen.

Erklärtes Ziel von Let's Guide ist es, alle Akteure, also nicht nur Krankenhäuser, sondern auch niedergelassene Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenkassen und natürlich die im Mittelpunkt stehenden Patienten nutzenstiftend zu vernetzen. Dabei muss die volle Souveränität der Patienten über ihre persönlichen Daten gewährleistet sein.

Die Ziele von Let's Guide

Mehr zum Hintergrund der Patienten-Plattform

Bis Januar 2021 sollen gesetzliche Krankenkassen Versicherten eine elektronische Patientenakte anbieten, in der unter anderem Befunde, Diagnosen, Therapiemaßnahmen, Impfungen und Medikationspläne gespeichert werden.

Ziel der geplanten institutsübergreifenden elektronischen Patientenakte ist es, die Beteiligten im Gesundheitswesen wie Krankenhäuser, (niedergelassene) Ärzte, Psychotherapeuten, Apotheken, Krankenkassen und weitere Akteure miteinander zu vernetzen. Zugriff erhalten sollen sowohl die genannten Berufsgruppen als auch der Patient selbst.

Let's Guide Schaubild

Grundgerüst für die (Online-)Kommunikation der einzelnen Akteure bildet dabei die Telematikinfrastruktur.

Sie vernetzt alle Player des Gesundheitswesens im Bereich der Gesetzlichen Krankenversicherungen und gewährleistet den sektor- und systemübergreifenden sowie sicheren Austausch von Informationen.

Daneben wird es voraussichtlich eine Vielzahl von (Mehrwert-)Angeboten für Patienten bzw. Bürger geben – von einzelnen Angeboten der Krankenkassen, ihren Versicherten eine elektronische Gesundheitsakte zur Verfügung stellen, bis hin zu Angeboten aus der Privatwirtschaft (z. B. Vitabook, DoctorBox, Apple Health, Google fit, etc.).

Ziel des Konsortiums bestehend aus katholischen Krankenhäusern und Partnern aus der Industrie ist es, in diesem Zusammenhang nach den genannten Kostenträgern wie Krankenkassen eines der ersten Mehrwertangebote aus dem Kreis der gemeinnützigen Leistungserbringer oder Verbandsorganisationen zu schaffen.

Ihr Kontakt zu Let's Guide

Interessierten Kliniken, die sich mit auf den Weg machen wollen, steht Oliver Gondolatsch vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Oliver Gondolatsch

Oliver Gondolatsch

Referent für Krankenhäuser

Let's Guide - die Plattform für Gesundheitsdaten
Georgstraße 7
50676 Köln