Gandhi-Enkel entwirft Kompromiss für Ayodhya-Konflikt

06.02.19 09:55
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Thomas Schnorr

06. Februar 2019
Der Buchautor und Journalist Rajmohan Gandhi, ein Enkel Mahatma Gandhis,hat in einem Editorial für die Tageszeitung INDIAN EXPRESS einen Kompromiss für den zwischen Hindus und Moslems heftig umstrittenen Tempelbau im nordindischen Ayodhya vorgeschlagen. Gandhi schreibt: „Die Grundzüge einer Einigung sind nicht schwer zu erkennen. Erstens muss die Hindu-Partei die Zerstörung der historischen Moschee (im Jahr 1992) als Irrtum anerkennen. Zweitens muss der indische Staat einräumen, dass er darin versagt hat, die Zerstörung (des historischen Bauwerkes) zu verhindern. Drittens muss die muslimische Seite der Gemeinschaft der Hindus zugestehen, dass ihr Wunsch nach einem Tempel für ihren Gott Rama und ihr Glaube daran, dass anstelle der Babri-Moschee dort früher ein Hindu-Tempel stand, legitim ist. Viertens sollte nicht weit von der Stelle, wo einst die Moschee stand, aber auch nicht allzu nahe, der Staat und die Hindu-Gemeinschaft den Bau einer neuen Moschee zulassen. Falls nötig, sollten alle vier Bedingungen gleichzeitig umgesetzt werden. In einem solchen, traumgleichen Szenarios sollte es möglich sein, die Fehler der Vergangenheit und eine Korrektur ergangenen Unrechts auf gerechte Weise zu lösen und zu versöhnen.“

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