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Aktuelles aus dem Kreis

Diskussion mit Bürgermeisterkandidaten fällt aus
26.08.2020 - Die für Mittwoch, 26. August, um 11 Uhr geplante Podiumsdiskussion zu sozialen Brennpunkt Themen vor der Königshofgalerie muss wetterbedingt abgesagt werden. Die starken Windböen machen eine Veranstaltung im Freien leider unmöglich.
Afro-Funk-und Reggae in Picknick-Atmosphäre
24.08.2020 - Haan. Gemeinsam veranstalten der Fachdienst für Integration und Migration im Caritasverband und die katholische Kirchengemeinde St. Chrysanthus und Daria am Freitag, 4. September, ab 18 Uhr ein Konzert der interkulturellen Band "Ambessengers" in Picknick-Atmosphäre. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Caritas diskutiert mit Bürgermeister Kandidatinnen und Kandidaten
13.08.2020 - METTMANN. Am Markttag, Mittwoch den 26. August 2020, wird ab 11 Uhr auf dem Vorplatz der Königshof-Galerie eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten*innen zur Bürgermeisterwahl stattfinden, bei der von der Caritas aufbereitete städtische Sozialthemen besprochen werden sollen. Thomas Reuter, Chefredakteur Täglich ME, wird die Veranstaltung im Auftrag des katholischen Wohlfahrtsverbandes moderieren.
Praxisseminar: Leichterer Umgang mit Menschen mit Demenz
13.08.2020 - Die Caritas-Fachstelle Demenz bietet am Dienstag, 1. und Donnerstag, 3. September 2020 jeweils 9:00-16:00 Uhr, im Haus der Begegnung, Vogelskamp 120, Mettmann, ein Praxisseminar an, das sich an Fachkräfte in Pflege und Betreuung, an Alltagsbegleiterinnen und -begleiter sowie an ehrenamtlich Tätige in der Begleitung von Menschen mit Demenz richtet.
Caritas-Beschäftigungsförderung zieht positive Bilanz
03.08.2020 - KREIS METTMANN. Die Einsatzstellen für Langzeitarbeitslose in Arbeitsgelegenheiten des Caritasverbandes, im Volksmund auch 1-Euro-Jobs genannt, sind über den ganzen Kreis verteilt. Im Durchschnitt nehmen 36 Menschen pro Jahr an einer sogenannten AGH teil. Die AGH-Teilnehmenden arbeiten in sozialen Einrichtungen wie Altenheimen oder Kitas direkt neben dem ersten Arbeitsmarkt und erhalten so eine echte Job-Perspektive.

Caritas-Beschäftigungsförderung zieht positive Bilanz

3. August 2020; Helene Adolphs

Arbeitsgelegenheiten mit Job-Perspektive

Caritas-Beschäftigungsförderung zieht positive Bilanz

KREIS METTMANN. Die Einsatzstellen für Langzeitarbeitslose in Arbeitsgelegenheiten des Caritasverbandes, im Volksmund auch 1-Euro-Jobs genannt, sind über den ganzen Kreis verteilt. Vermittelt vom Jobcenter ME-aktiv, nehmen im Durchschnitt 36 Menschen pro Jahr an einer sogenannten AGH teil.

Beim Caritasverband sind AGH-Teilnehmende in sozialen Einrichtungen direkt neben dem ersten Arbeitsmarkt eingesetzt. „Unsere Einsatzstellen sind in sozialen Einrichtungen wie Altenwohnheimen oder in Kitas, die Teilnehmenden können sich ohne Leistungsdruck erproben und wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln“, erklärt Niels Nowak, zuständig für die Beschäftigungsförderung beim Caritasverband. Durch die Nähe zum ersten Arbeitsmarkt können Betroffene den Einsatz zudem zur beruflichen Orientierung nutzen und empfehlen sich nicht selten zur Einstellung als verlässliche und gute Arbeitskraft.

Und viele der Teilnehmenden an AGHs konnten in den letzten Jahren auf diese Weise wieder in reguläre Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. „Seit Anfang 2019 wird dies durch erhöhte Lohnkostenförderungen des Jobcenters ME-aktiv erleichtert, so dass bei etwa einem Drittel unserer Teilnehmenden der Wiedereinstieg gelang“, berichtet Nowak.

Eine der Einsatzstellen ist das Caritas-Altenstift in Mettmann Süd. „Wir schauen sehr genau, welche Fähigkeiten und Möglichkeiten die jeweilige Person mitbringt. Dann wird gemeinsam mit unseren Teams eine Einsatzstelle geschaffen und weiterentwickelt“, erläutert Ilka Marschaleck, Leiterin des Caritas-Altenheims.

So sind nun Petra Rath in der Hauswirtschaft und Hans-Jürgen Ihlefeld im Team der Haustechnik tätig. Beide haben nach ihrer Zeit der Arbeitsgelegenheit eine feste Stelle im Altenstift bekommen. Für Hans-Jürgen Ihlefeld ein echter Glückfall. So kümmert er sich aktuell täglich sechs Stunden um die Pflege und Sauberkeit auf dem Hof, den Parkplätzen und Wegen, zudem unterstützt er die Haustechnik. Ihlefeld musste sich ganz allmählich wieder an längere Arbeitszeiten gewöhnen und geht heute ganz und gar in seiner Tätigkeit auf.

Petra Rath war ebenfalls zuvor lange nicht am Arbeitsmarkt tätig, unter anderem durch die Pflege ihrer Mutter. Heute ist sie in der Hauswirtschaft tätig. Sie schenkt Kaffee aus, hilft bei der Essensvorbereitung, kümmert sich um Bewohner. „Am Anfang war es schwierig, ich musste erst lernen mit den älteren Menschen umzugehen, das habe ich mir zunächst nicht zugetraut“, erzählt sie freimütig. „Inzwischen kriege ich das aber gut hin und es ist so schön, dass man gebraucht wird und deshalb gehe ich gerne zur Arbeit“, erzählt Petra Rath zufrieden.

Ein Erfolgsrezept der Caritas-Beschäftigungsförderung ist sicher die individuelle Gestaltung der einzelnen Stellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen freiwillig und zeigen alle Interesse und Ausdauer für ihren Job. In ihrer ursprünglichen Lebenssituation fiel ihnen oft die Decke auf den Kopf und sie brauchten eine sinnvolle Aufgabe, Tagesstruktur und Teilhabe. Bei den Caritas-Arbeitsgelegenheiten nimmt man Rücksicht. Verlorenes Selbstvertrauen kann nicht von heute auf Morgen entstehen. Viele Langzeitarbeitslose brauchen Zeit und einen geschützten Rahmen, um ihre Fähigkeiten wieder zu entdecken.

Arbeitsgelegenheiten dauern zumeist sechs Monate und bieten daher die Chance dazu. „Für uns als Einrichtung bietet es die Möglichkeit, Personen länger im Arbeitsprozess kennenzulernen. Wenn es gut läuft, merken die Kollegen in den Teams dann, dass die zusätzlichen Kräfte zunächst Aufwand bedeuten, dann aber auch eine echte Bereicherung sind, die sie nicht mehr missen möchten. So sind die AGHs für beide Seiten ein Gewinn“, so Marschaleck abschließend. Und Nowak ergänzt: „Wir erleben es tatsächlich sehr oft, dass die Mitarbeiter der Arbeitsgelegenheiten traurig sind, wenn die Zeit herum ist.“

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