Suchen & Finden

 

Aktuelles aus dem Kreis

Caritas - Seniorenreisen mit neuem Reiseprospekt 2021
25.11.2020 - Auch wenn die Corona-Pandemie noch unser alltägliches Leben bestimmt, ist das Team der Caritas-Seniorenreisen aktiv und zuversichtlich und hat den Reiseprospekt für 2021 neu aufgelegt. Neben den klassischen Erholungsreisen gibt es selbstverständlich auch wieder Tagesfahrten und Aktivreisen für unsere besonders aktiven Seniorinnen und Senioren.
Online-Themenabend: Weibliche Genitalbeschneidung
25.11.2020 - Durch Flucht und Zuwanderung ist weibliche Genitalbeschneidung auch in Deutschland ein Thema. Laut einer Erhebung sind etwa 67.000 Frauen hierzulande betroffen und eine große Zahl Mädchen von Genitalbeschneidung bedroht. Dieser Themenabend von Caritas und Aktion Neue Nachbarn vermittelt Informationen und Hintergrundwissen.
youngcaritas: Weihnachtsgrüße für Senioren
19.11.2020 - Wie schön ist es dann, einen kleinen Weihnachtsgruß zu bekommen und zu sehen, dass jemand an einen denkt! Das Team der Caritas-Freiwilligenzentrale möchte zu Weihnachten die youngcaritas-Aktion "Brieftaube" wieder aufleben lassen und sucht Jugendliche, aber auch gerne Familien oder Erwachsene, die einem älteren Menschen in Mettmann mit einem kleinen Weihnachtsgruß eine Freude machen möchten.
Gewalt in Partnerschaft und Ehe steigt
19.11.2020 - Corona erhöht das Gewaltrisiko in vielen Familien. Beratungsstelle der Caritas hilft die Gewalt zu beenden. Gerade erst stellte Bundesfamilienministerin Giffey die aktuelle Auswertung der Kriminalstatistik in Bezug auf häusliche Gewalt vor. Fazit: Die Zahl von Mord und Totschlag, Sexualdelikten, Körperverletzungen oder Stalking ist in (Ex-) Paarbeziehungen nimmt einfach nicht ab. Auch in unserer Region nicht. Dabei sollte das eigene Zuhause doch Sicherheit und Geborgenheit geben.
Caritas: Neue Nachbarn im Advent
18.11.2020 - Der Fachdienst für Integration und Migration sendet Videobotschaften aus vier Städten des Kreises Mettmann und vermittelt Einblicke in internationale Weihnachtsbräuche und versendet damit Advents- und Weihnachtswünsche! Christ*innen unterschiedlicher Konfessionen aus Griechenland, Togo, Polen und Syrien erzählen von ihren Advents- und Weihnachtsbräuchen. Sie alle leben seit wenigen Jahren oder auch schon seit Jahrzehnten im Kreis Mettmann - in Velbert, Wülfrath, in Haan und Ratingen. 

Gewalt in Partnerschaft und Ehe steigt

19. November 2020; Helene Adolphs

Corona erhöht das Gewaltrisiko in vielen Familien. Beratungsstelle der Caritas hilft die Gewalt zu beenden

Gerade erst stellte Bundesfamilienministerin Giffey die aktuelle Auswertung der Kriminalstatistik in Bezug auf häusliche Gewalt vor. Fazit: Die Zahl von Mord und Totschlag, Sexualdelikten, Körperverletzungen oder Stalking ist in (Ex-) Paarbeziehungen nimmt einfach nicht ab. Auch in unserer Region nicht. Dabei sollte das eigene Zuhause doch Sicherheit und Geborgenheit geben.

„Gegenwärtig ist die Gewalt eher im Steigen begriffen, da die Menschen Corona bedingt viel enger aufeinander hocken und ein Ausgleich, ein Stressabbau außerhalb kaum mehr gegeben ist“, bestätigt Andreas E. Smolka, verantwortlich für die kreisweit zuständige Fachstelle für Gewaltprävention, zu der auch die Caritas-Beratungsstelle für Täter*innen bei häuslicher Gewalt im Kreis Mettmann gehört.

Es sei sehr wichtig da zu sein; gerade jetzt den Menschen Hilfsangebote zu unterbreiten und nicht erst nachdem durch das erzwungene Beieinanderhocken Schlimmeres passiert ist, erklärt der Experte.

Erfahrungen aus der Beratungspraxis der vergangenen Monate hätten gezeigt, dass gerade in dieser Notsituation, in der Familien auf engstem Raum miteinander leben, lieben, spielen und streiten müssen, bereits eine telefonische Beratung oder ein Videogespräch mit allen Beteiligten sinnvoll zur Deeskalation im häuslichen Gewaltbereich beitragen haben. „Ein gemeinsam erarbeiteter Notfallplan, ein Beratungsgespräch durch die Plexiglaswand, alles ist besser, als die Menschen in ihrer Not und ihrem Stress allein zu lassen“, ist Smolka überzeugt und ergänzt: „Auch die soziotherapeutischen Gruppentrainings finden – unter Beachtung der jeweils tagesaktuellen Vorsorgemaßnahmen – wieder statt“.

Zu 81% waren Frauen betroffen und zu 19% Männer, die Hälfte der Opfer lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter oder der Täterin in einem Haushalt, viele davon haben Kinder, steht im Bericht der Ministerin und deckt sich mit den Erfahrungen der Caritas. „Zum weit überwiegenden Teil ist häusliche Gewalt also männlich“, stellt Sozialarbeiter und Familientherapeut Smolka fest.

Gewalt von Männern gegen Frauen ist kein unabänderliches Schicksal. Sie ist erlernt, ist zielgerichtet und beabsichtigt. Jeder Gewalthandlung liegt eine Entscheidung zugrunde und sie hat mit Kontrolle, Macht und Machtmissbrauch zu tun. Alternative, sozialverträgliche Verhaltensweisen können aber erlernt werden. Täterorientierte Programme, wie die der Caritas-Fachberatung können Auswege aus Spirale der Gewalt eröffnen. Im Programm müssen die Menschen sich damit auseinandersetzen, was sie ihren Partner*innen angetan haben, Empathie und gewaltfreie Kommunikation sowie gewaltfreie Handlungsalternativen erlernen.

Es sei wichtig, Verantwortung zu übernehmen, meint Smolka. Ihm gehe es nicht um Schuld, die man vielleicht teilen könne wie bei einem Autounfall. „Für das was einer tut ist nur er selbst verantwortlich. Erkennt ein Mensch das, wird er auch bereit sein, an sich zu arbeiten“, ist der Leiter der Beratungsstelle und Trainer gegen Gewalt im sozialen Nahraum überzeugt.

Täter*innenarbeit ist mehr als „gut, dass wir darüber gesprochen haben, das nächste Mal schlagen Sie bitte nicht mehr zu.“ Es sei anstrengend für Klienten und Berater, aber sinnvoll und effektiv, meint Smolka. Ein Klient meinte neulich: „Ich muss merken, wann die Wut hochkocht, muss wissen, wie man aus der Nummer wieder herauskommt“. Dabei hilft die Beratungsstelle der Caritas, unabhängig von Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Die Beratungsstelle ist unter der Rufnummer 02104-926235 oder per E-Mail gewaltfrei@caritas-mettmann.de erreichbar. Weitere Informationen zum Angebot: www.caritas-taeterarbeit.de

Zurück