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Aktuelles aus dem Kreis

Spendenaufruf für Laptops und Tablets war großartiger Erfolg!
27.05.2020 - Die Caritas-Lernpatenschaft hat vor einigen Wochen einen Spendenaufruf gestartet. Gesucht wurden funktionstüchtige, ausrangierte Laptops oder Tabletts für die Lernpatenkinder. Das Resultat hat die Erwartungen mehr als übertroffen: Ratinger sind nicht nur hilfsbereit und unkompliziert, nein, sie haben auch ein unbeschreiblich großes Herz. Mehr als 45 Endgeräte kamen aus allen Teilen der Stadt. DANKE an alle Spenderinnen und Spender!
Digitales Kontakthalten hilft den Eltern von Kleinkindern
25.05.2020 - Das Team des Kindergartens St. Suitbertus unterstützt Eltern und Kinder mit vielfältigen digitalen Angeboten und Ideen. Fingerspiele, Lieder und Gebete im Morgenkreis, Mitmachgeschichten, Bewegungsspiele, Experimente, Basteltipps werden regelmäßig in kurzen Video-Botschaften an die Familien verschickt.
Besuche sind wichtiger Schritt auf dem Weg zur Normalität
25.05.2020 - Das Caritas-Seniorenzentrum St. Josef in Heiligenhaus macht zehn Tage seit Öffnung durchweg positive Erfahrungen mit Besuchsregelungen: Besucher haben viel Verständnis für die Hygienemaßnahmen, die Anmeldung per Telefon und die begrenzte Besuchszeit. Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich liebe Angehörige endlich wiederzusehen, auch wenn Maske und Abstand noch etwas ungewohnt sind.

Gewaltfreie Beziehungen, auch in der Krise

3. April 2020; Helene Adolphs

Caritas-Berater berät per Telefon, E-Mail oder Videochat

Gewaltfreie Beziehungen, auch in der Krise

Damit die Corona-Krise häuslicher Gewalt keinen Nährboden bietet, ist die Caritas-Fachstelle für Gewaltprävention für die Menschen aus dem Kreis Mettmann, die in ihrer Partnerschaft Gewalt ausüben oder drohen es zu tun, weiterhin erreichbar. Telefon, E-Mail oder online-Beratung per Video, die Täterarbeitseinrichtung nutzt alle Kanäle um zu deeskalieren und Tipps zum gewaltfreien Umgang miteinander zu geben.

Fußgängerzonen und Parks sind wie ausgestorben, zuhause wähnen sich die Menschen in Sicherheit – vor dem Coronavirus. Nicht für jeden ist das Zuhause ein sicherer Ort. Die Corona-Krise bietet Nährboden für Gewalt – meist an Frauen und Kindern. Ob neue oder schon länger schwelende Konflikte; sie brechen auf, wenn Menschen so eng wie sonst nie gemeinsam ausharren müssen. Die Opfer sind mit ihren Tätern gewissermaßen zusammen eingesperrt. Auch den Krisenherd zu verlassen ist schwieriger geworden, für Opfer wie Täter.

Experten vermuten, dass die Vorfälle zunehmen, aber seltener gemeldet werden. Häusliche Gewalt könne jetzt mehr denn je unter dem Radar von Polizei und Hilfseinrichtungen gedeihen. „Der Bumerang folgt spätestens nach den Ausgangsbeschränkungen“, befürchtet Andreas E. Smolka, verantwortlich für die Caritas-Täterberatungsstelle gegen häusliche Gewalt.

Der Vater schlägt zu, tritt nach, während sie schon am Boden liegt. Die Kinder sehen ihre Mutter weinen, können nicht helfen, verstecken sich im Kinderzimmer. Die Frau steht auf, greift nach dem Handy, will hinaus in den Flur… Smolka kennt Szenen wie diese zur Genüge. Für den Familientherapeuten und Trainer für Täterarbeit bei häuslicher Gewalt ist klar: „Die Gewalt beenden kann nur der der sie ausübt, nicht der der sie erlebt. Wir arbeiten mit den Menschen, entwickeln gemeinsam Notfallpläne, geben Tipps für den Alltag und bieten an, an unserem Programm „gewaltfrei – in jeder Beziehung“ teilzunehmen“.

In einer Krisensituation steige das Risiko, die Kontrolle zu verlieren und gewalttätig zu werden. Deshalb sei es wichtig, gerade jetzt ansprechbar zu bleiben, sagen Experten übereinstimmend. Auch wenn unter den jetzigen Bedingungen keine Gruppenarbeit stattfinden könne und die Gespräche halt anders seien als sonst, hält die Caritas ihr Angebot für Täter*innen ohne Einschränkung auf Geschlecht oder sexuelle Orientierung bereit. Die Klienten erfahren Unterstützung im Veränderungsprozess am Telefon, per Videotelefonie oder online, im akuten Einzelfall gegebenenfalls auch im persönlichen Kontakt durch eine Plexiglastrennwand.

„Wir sind jetzt für die Menschen die unsere Hilfe suchen da. So entsteht kein Beratungsstau und besonders brisante Fälle können unmittelbar aufgegriffen werden“, sagt Smolka und hofft, dass viele das Angebot annehmen, wenn sie merken, dass die Wut in Ihnen wieder hochsteigt.

Streiten sei erlaubt, auf das wie komme es an. Die Caritas erkennt den steigenden Bedarf an Unterstützung und hilft. Die Beratungsstelle ist für Menschen aus dem Kreis Mettmann unter der Rufnummer 02104-926235 oder per E-Mail gewaltfrei@caritas-mettmann.de erreichbar.

Weitere Informationen zum Angebot: www.caritas-taeterarbeit.de

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