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Aktuelles aus dem Kreis

Karneval: Spaß ohne Reue
10.02.2020 - Das Jahr ist noch jung, doch schon bald drohen gute Vorsätze, wie gesünder Leben oder weniger Trinken über den Haufen gworfen zu werden - es ist Karneval. Die Suchthilfe gibt allen Jecken Tipps damit der Spaß ohne Reue gelingt. Die Streetworkerinnen werden am Samstag, den 22.02.2020 in Mettmann und am Rosenmontag, den 24.02.2020, in Wülfrath unterwegs sein. Sie sind für Fragen und Sorgen ansprechbar und können in Notsituationen unterstützend bei Seite stehen.
Geflüchtete unterstützen - Integration fördern
16.01.2020 - Die Caritas-Freiwilligenzentrale Mettmann sucht Engagierte, die geflüchteten Menschen bei ihrer sprachlichen und beruflichen Integration helfen möchten.
Eltern erlernen Erste-Hilfe am Kind
16.01.2020 - Haan-Gruiten. Das Caritas-Familienzentrum bietet eine für alle Eltern wichtige Schulung "Erste-Hilfe am Kind", am Samstag, den 25. Januar 2020 von 10 - 16 Uhr, im Familienzentrum, Düsselberger Straße 7 in Haan.

Karneval: Spaß ohne Reue

10. Februar 2020; Helene Adolphs

Karneval: Spaß ohne Reue

Gerade einmal acht Wochen nachdem man sich neue gute Vorsätze für das Jahr 2020 versprach, werden diese auf eine harte Probe gestellt: Karneval. Gesund leben, nicht mehr Rauchen, weniger oder gar kein Alkohol trinken- diese Gedanken rücken in weite Ferne.

Dabei hat der Spaß, den Alkohol vermeintlich bringt oft auch Schattenseiten.

Besonders Jugendliche sind gefährdet negative Erfahrungen mit dem Konsum von Alkohol zu erleben, da sie die Wirkungen und Grenzen des Alkohols nicht einschätzen können. Folgen davon sind der erste Rausch oder sogar die Volltrunkenheit. 

Von einem Rausch sprechen die Fachleute ab ca. 1 Promillewert Alkohol im Blut. Diese Menge hat eine Verschlechterung des räumlichen Sehens und der Orientierung zur Folge, auch die Reaktionsfähigkeit wird erheblich gestört. Zudem steigt die Risikobereitschaft während das Urteilsvermögen herabgesetzt wird.

Nach Zahlen der Drogenaffinitätsstudie der BZgA haben 14% der 12 bis 17jährigen Jugendlichen in den letzten 30 Tagen vor der Befragung mindestens einen Alkoholrausch gehabt. Bei 3% der Jugendlichen ist häufiges Rauschtrinken gegeben, was einem Konsum von mindestens vier Tagen im Monat entspricht.

Das Komasaufen ist eine besonders extreme Form des Rauschtrinkens, bei dem umgehend Notfallmaßnahmen getroffen werden müssen. Unterkühlung des Körpers, Ausschaltung von Schutzreflexen bis hin zu lebensgefährlichem Atemstillstand kann die Folge sein. Bewusstlosigkeit droht ab etwa 3 Promille.

Bei männlichen Jugendlichen ist starker Alkoholkonsum weiterverbreitet als bei weiblichen. Generell ist der Alkoholkonsum von Jugendlichen aber rückläufig. Im Jahr 2005 gaben noch 18% der Jugendlichen an Alkohol einmal wöchentlich zu konsumieren, während 2018 nur noch 9,8% diese Angabe machten.

Es gilt je häufiger ein Jugendlicher einen Alkoholrausch erlebt hat, umso mehr gewöhnt er seinen Körper und seine Psyche an die Alkoholmenge und umso gefährdeter ist er im weiteren Lebensverlauf eine Alkoholerkrankung zu entwickeln.

Aber auch Erwachsene konsumieren oft Mengen, die Gefahren verursachen. Durch die Absenkung der Hemmschwelle kommt es häufiger zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und sexuellen Übergriffen. 

Neben den unkontrollierten Alkoholkonsum stellt auch das Beimischen von K.O.- Tropfen eine große Gefahr da. Die Caritas Suchthilfe rät daher dazu seine Getränke im Augen zu halten, keine offenen Getränke von Fremden anzunehmen, in einer Gruppe unterwegs zu sein, auf einander Acht zu geben und nicht alleine den Heimweg anzutreten.

Damit die Narrenzeit vor allem Freude und keine beschämenden oder riskanten Situationen bringt, gelten folgende Tipps zu beachten:

- Alkohol nicht als Durstlöscher einsetzen

- Sich Zeit lassen beim Trinken

- Vorwiegend und immer wieder nicht-alkoholische Getränke zu sich nehmen

- Bei Runden aussetzen

- Alkohol freundlich, aber bestimmt ablehnen

- An Freunden oder Bekannten orientieren, die wenig oder gar keinen Alkohol trinken

- Keine Trinkspiele oder Flatrate- Partys

- Kein Alkohol bei Frust oder Traurigkeit

Wenn es dennoch zu einer kritischen Situation kommt, ist es nie zu früh um Hilfe zu bitten oder den Notruf der Feuerwehr (112) zu wählen.

Die Caritas-Suchthilfe hat ein besonderes Angebot zur Karnevalszeit. Am Freitag, den 21.02.2020 von 10:00Uhr bis 12:00Uhr, findet in der Beratungsstelle ein Karnevalsfrühstück statt, dieses ist für alle Interessierte offen. Die Streetworkerinnen werden am Samstag, den 22.02.2020 in Mettmann und am Rosenmontag, dem 24.02.2020, in Wülfrath unterwegs sein. Sie sind für Fragen und Sorgen ansprechbar und können in Notsituationen unterstützend bei Seite stehen.

Die Caritas Suchthilfe wünscht eine schöne Karnevalszeit, die mit den zuletzt genannten Tipps verantwortungsvoll genossen werden kann. Sollten noch Fragen aufkommen oder Sie interessieren sich für eines unserer Beratungsangebote besuchen Sie uns auf unserer Homepage.

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