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Aktuelles aus dem Kreis

Vormünder und Paten für junge Flüchtlinge
05.12.2018 - Die Caritas-Freiwilligenzentrale sucht Menschen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder junge volljährige Flüchtlinge in ihrer persönlichen, schulischen und beruflichen Entwicklung unterstützen. Junge Flüchtlinge ohne elterliche Fürsorge brauchen einen Menschen an ihrer Seite, der sich für ihre Interessen einsetzt.
Den eigenen Umgang mit Alkohol oder Drogen in den Blick nehmen
05.12.2018 - WÜLFRAHT/METTMANN. Die Caritas-Suchthilfe bietet ab dem 17.12.2018 eine neue Gruppe an für Menschen, die sich mit fachkundiger Unterstützung mit Anderen über ihren Alkohol- oder Drogenkonsum austauschen und ihr Verhalten verändern möchten.
Der neue Seniorenreisen Prospekt ist da!
22.11.2018 - Unter dem Motto „sicher-sorglos-herzlich“ können Senioren auch 2019 mit dem Caritasverband für den Kreis Mettmann verreisen. Druckfrisch auf den Weg gebracht wurde der neue Reiseprospekt von ehrenamtlichen Helferinnen. Ab sofort gibt es die neuen Seniorenreiseprospekte in allen Caritas-Dienststellen. Zum neuen Programm gehören z.b. Bad Malente, Oberstdorf, Bad Wiessee, Rügen, Bad Westernkotten und viele andere Reiseziele.

Zehn Jahre Stromspar-Check im Kreis Mettmann

Gelungene Kombination aus Sozialpolitik, Klimaschutz und Beschäftigungsförderung
27. September 2018; Helene Adolphs

Gelungene Kombination aus Sozialpolitik, Klimaschutz und Beschäftigungsförderung

Caritas begeht zehn Jahre Stromspar-Check im Kreis Mettmann

Ein beeindruckendes Ergebnis legt der Kreiscaritasverband Mettmann nach zehn Jahren „ Stromspar-Check in NRW“ vor: 3.783 Haushalte mit geringem Einkommen haben sich seit 2008 einem Stromspar-Check unterzogen, ihren Strom- und Wasserverbrauch messen lassen und in der Folge Energieeinsparungen in Höhe von 4,8 Millionen Euro erzielt. Sogenannten Stromspar-Helfern gelang dieser Erfolg durch aufsuchende Energieberatung, praktische Tipps und den Einsatz von „Soforthilfen“ . Dazu zählen moderne LEDs, schaltbare Steckdosenleisten, Zeitschaltuhren, Raumthermometer, aber auch wassersparende Duschköpfe und Durchflussbegrenzer.

Das Projekt Stromsparcheck hat viele Gewinner: Pro Check gelangt pro Jahr mindestens eine Tonne weniger CO2 in die Umwelt. Über 90 Prozent der beratenen Haushalte beziehen Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld, sodass von den Einsparungen bei Energie und Wasser auch die Kommunen und der Bund als Kostenträger profitieren. Und die Beratungen selbst wurden von intensiv geschulten ehemals Langzeitarbeitslosen durchgeführt, Menschen also, die selbst erfahren haben, was es heißt, mit Grundsicherung („Hartz IV“) zu leben. „Dieser einzigartige Stromspar-Check verbindet Sozialpolitik mit Klimaschutz und dient so einkommensschwachen Haushalten“ sagte Thomas Rasch, zuständiger Bereichsleiter bei der Caritas.

Stromsperren im Kreis Mettmann

Seit langem verweisen nicht nur die Caritas-Schuldnerberater im Kreis auf die wachsende Zahl von Haushalten, denen der Strom abgestellt werde, weil Rechnungen nicht bezahlt würden. Für die Betroffenen sei das jedes Mal ein tiefer Einschnitt. Keinen Strom zu haben bedeute eine Wohnung ohne elektrisches Licht, ohne Herd, Waschmaschine, Kühlschrank, manchmal ohne warmes Wasser oder Heizung. „Menschenwürdiges Leben sei nicht möglich, schon gar nicht, wenn im Haushalt alte und kranke Personen oder Kinder leben“, mahnte Heinrich Beyll, Fachdienstleiter der hiesigen Schuldnerberatungsstelle.

Für die Caritas sei die Teilhabe an der Versorgung mit Energie ein Menschenrecht und unverzichtbarer Bestandteil der Daseinsvorsorge. „Mit dem Stromspar-Check leisten Caritas und Energieagenturen einen Beitrag zur sozial gerechten Ausgestaltung der Energiewende in Deutschland und beteiligen auch Menschen mit geringem Einkommen an den Klimaschutzzielen“, betonte Rasch.

Effizientere Energieverwendung in privaten Haushalten ist ein wirksames Instrument, um die wachsende Energiearmut einzudämmen.

Im Kreis Mettmann sind unter der Leitung ihres Koordinators Herrn Vadim Khmelnytskyy zurzeit vier Stromsparberaterinnen und -berater unterwegs. Er ist stolz auf sein multinationales Mitarbeiterteam. Täglich wird Infomaterial in verschiedenen Sprachen wie Arabisch, Persisch, Türkisch, Russisch, Polnisch, Englisch, Französisch genutzt. Gemeinsam mit Einrichtungen der Caritas-Flüchtlingshilfe wurden Infoveranstaltungen zum Thema „Energie sparen, Lüften, Heizen, Schimmel Vermeiden“ durchgeführt. Jährlich werden so etwa 450 neue Haushalte, 70% mit Migrationshintergrund, erreicht.

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