Suchen & Finden

 

Aktuelles

Caritas international: Mehr als drei Millionen Euro an Spenden aus dem Erzbistum Köln
So viel Geld wie nie konnte das Hilfswerk weltweit für Menschen in Not einsetzen
Pflege 4.0: Kollege Pepper als Helfer und Entertainer in der Altenpflege
Digitalisierung und Robotik: Diözesan-Caritasverband und Universität Siegen stellen Assistenz-Roboter vor
„Jobwunderland Deutschland ist ein Flickenteppich mit vielen Schönheitsfehlern“
Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel warnt vor zunehmender sozialer Spaltung

Schwangerschaftsberatung esperanza: Jede zweite Frau hat einen Migrationshintergrund

„Babynest“-Gruppen stärken Erziehungs-Kompetenzen
(presse@caritasnet.de)

Köln. Die katholische Schwangerschaftsberatung esperanza ist zu einer wichtigen Anlaufstelle für Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund geworden: Mit 53 Prozent hatte 2017 mehr als jede zweite Frau, die sich beraten ließ, ausländische Wurzeln. Insgesamt nahmen 9.835 Frauen und Männer das Angebot der persönlichen Schwangerschaftsberatung wahr. Immer wichtiger werden die Babynest-Gruppen. 2017 besuchten 217 Mütter mit ihren Kindern bis zum zweiten Lebensjahr insgesamt 42 Kurse. In den Gruppen bekommen sie mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind.


5.300 Frauen mit Migrationshintergrund besuchten 2017 die 36 Beratungsstellen im Erzbistum Köln. „Diese Frauen sind durch ihre persönliche Geschichte oft psychisch und physisch belastet“, sagt Anke Hirsch, Referentin für Schwangerschaftsberatung beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln. Oft behindern Sprachschwierigkeiten den Beratungsprozess, auch kulturelle Unterschiede oder unterschiedliche Rollen- und Familienbilder zählen zu den Herausforderungen. „ Meist sind die Frauen materiell schlecht ausgestattet und die Wohnverhältnisse sind sehr provisorisch und beengt“, so Hirsch.


Zum Konzept der esperanza-Schwangerschaftsberatung gehört auch der seit zehn Jahren in Kooperation mit der Familienbildung im Erzbistum Köln angebotene Kurs „Babynest“. Hier lernen Eltern aus schwierigen Lebenssituationen, wie sie ihr Kind in seiner Entwicklung bestmöglich unterstützen und bauen gleichzeitig wichtige soziale Kontakte auf. Hirsch: „Im Fokus steht neben dem Blick auf das Kind die Entwicklung und Stärkung der elterlichen Kompetenzen mit dem Ziel, ein positives Mutter- und Vaterbild zu entwickeln.“


Esperanza half 2017 insgesamt mit 3,5 Millionen Euro. Das Geld stammt aus Bundesstiftungen und dem auf eine Million Euro aufgestockten bischöflichen Hilfsfonds.


Weitere Infos: www.esperanza-online.de


Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. ist der Dachverband der katholischen Wohlfahrtspflege im Erzbistum Köln. Ihm sind 280 Mitglieder als Träger von mehr als 2.000 Diensten und Einrichtungen im Rheinland und angrenzenden Kreisen angeschlossen. Das Spektrum reicht von Krankenhäusern über Altenheime bis zu Kindergärten und Beratungsstellen, wie etwa Schwangerschafts- oder Schuldnerberatung. Der Diözesan-Caritasverband berät seine Einrichtungen und Dienste in fachlichen sowie wirtschaftlichen Fragen und vertritt sie in Kirche, Gesellschaft und Politik.

Zurück