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"Wer Altersarmut verhindern will, muss alleinerziehende Frauen unterstützen"

Arbeitslosenreport: Diözesan-Caritasverband fordert Ausbau von passenden Qualifizierungsangeboten für Frauen
(presse@caritasnet.de)

Köln. „Wer Verantwortung in der Kindererziehung übernimmt, darf bei seiner beruflichen Entwicklung nicht dumm aus der Wäsche gucken.“ Mit diesen Worten fordert der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel, neben notwendigen Angeboten der Kinderbetreuung auch passende Ausbildungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen.
Wie der neue Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW zeigt, waren im September 2017 mehr als 315.000 Frauen in NRW arbeitslos gemeldet. Über die Hälfte von ihnen hat keine abgeschlossene Berufsausbildung (55 Prozent). Auch Alleinerziehende sind gefährdet: Fast jede sechste Arbeitslose (57.000) zieht den Nachwuchs ohne Partner auf. Hensel: „Wer Altersarmut verhindern will, muss alleinerziehende Frauen unterstützen.“ Zum Vergleich: Nur ein Prozent (5.000) der arbeitslosen Männer sind alleinerziehend.
Neben einem verbesserten Betreuungsangebot für ihre Kinder müsse man arbeitslosen Frauen mehr Chancen bieten, fehlende Qualifikationen nachzuholen, so Hensel. Dazu gehöre mehr Achtsamkeit für die Lebensumstände und familiäre Situation bei der Entwicklung arbeitsmarktpolitischer Förderangebote, in denen Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. „Viele möchten eine Ausbildung absolvieren. Politik und Wirtschaft müssen für mehr Möglichkeiten sorgen, um Berufsabschlüsse zum Beispiel in Teilzeitausbildung und Bildungsmodulen erwerben zu können“, so Hensel.

Problematisch ist auch die hohe Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse: 53 Prozent (156.000) der sogenannten Aufstocker sind Frauen. Sie sind zusätzlich zu ihrem Einkommen auf Hartz IV angewiesen. „Teilzeit- und Minijobs führen gerade Frauen oft in berufliche Sackgassen und werden so zu Wegbereitern der Altersarmut“, warnt Hensel.

 

Infos und Daten aus allen Städten und Kreisen in NRW:
www.arbeitslosenreport-nrw.de

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