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Pressekontakt

Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V.
Pressestelle

Kaspar Müller-Bringmann
Pressesprecher

Montanusstraße 40

41515 Grevenbroich


Telefon 02181 238-333

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Steigende Energiepreise verschärfen die Armut

warnt die Caritas Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung

Grevenbroich/Jüchen/Rommerskirchen – Immer mehr Menschen müssen nach Angaben der Caritas im Rhein-Kreis Neuss Schulden machen, um die steigenden Energiepreise bezahlen zu können. Diese Entwicklung beobachten die Mitarbeitenden der Caritas Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung Grevenbroich / Jüchen / Rommerskirchen bereits seit Jahren. Verschärft wird die Sorge durch die aktuellen massiven Preissteigerungen vor allem im Energiesektor.

 

„Energieschulden sind ein ständiges Thema in unseren Beratungsgesprächen“, berichtet Joachim Kremmers von der Caritas Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung. Besonders betroffen sind Menschen, die Harz IV, Grundsicherung oder Wohngeld bekommen. Etwa jeder dritte Ratsuchenden berichtet von Problemen mit Energieschulden. Zunehmend sind auch Menschen mit geringen Einkommen betroffen. Das sind oft Alleinerziehende, aber auch Menschen in Kurzarbeit, Rentner oder Selbständige, deren Existenz durch Einkommenseinbußen gefährdet ist.

 

„Die aktuell sprunghafte Entwicklung der Energiepreise wird im laufenden Jahr für viele Bürger zum Problem“, befürchtet Kremmers. „Bislang sehen wir in unserer Beratung nur die Spitze des Eisbergs. Sobald die Nebenkostenabrechnungen im Jahresverlauf erstellt werden, drohen den Betroffenen hohe Nachforderungen.“

 

Immerhin sei zum 1. Dezember 2022 eine Schutzregelung für Energielieferungen für Strom- und Gasgrundversorgung in Kraft getreten. Nach der müssen Energieversorger Sperren wegen Zahlungsrückstand erst nach frühzeitiger, schriftlicher Information verhängen. Zudem muss der Versorger Ratenzahlung zur Tilgung anbieten.

 

Für den Caritas-Berater ist jedoch klar, die eigentliche Lösung der Problematik liegt bei den politischen Entscheidungsträgern. Ziel muss sein, Energie für alle Bürger bezahlbar zu machen. Das gehöre, genau wie bezahlbarer Wohnraum, zur Daseinsvorsorge und dürfe nicht vollständig den „freien Kräften“ des Marktes überlassen werden. Eine Möglichkeit sei, die Bürger beispielsweise steuerlich zu entlasten.

 

Wichtige Empfehlung der Caritas Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung: Betroffene sollten sich bei drohenden Energieschulden umgehend mit den Beratungsstellen in Verbindung setzen, um entsprechende Lösungen mit den Energieversorgern zu finden.

 

Kontakt:

Caritasverband Rhein-Kreis Neuss

Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung

Lindenstr. 1, 41515 Grevenbroich

Sprechstunde: Montag bis Mittwoch, 11.30 bis 12.30 Uhr

Persönliche Termine nach Vereinbarung

Telefon: 02181-8199250

E-Mail: joachim.kremmers@caritas-neuss.de

 

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Die Caritas im Rhein-Kreis Neuss ist Träger von rund 80 Diensten und Einrichtungen rund um ambulante und stationäre Pflege, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsdienste. Sie betreibt sieben Seniorenzentren im Kreisgebiet. Mit rund 1.000 Mitarbeitenden gehört sie zu den großen Arbeitgebern im Rhein-Kreis Neuss. Hinzu kommen rund 500 Ehrenamtler. Damit ist die Caritas zugleich einer der größten Wohlfahrtsverbände im Rhein-Kreis Neuss.

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