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SkF und SKM fordern mehr Partizipation für Menschen in Armut

16.10.20, 12:39
Teresa Pochopien

SkF und SKM fordern mehr Partizipation für Menschen in Armut


Menschen in Armut erleben ihre gesellschaftliche Ausgrenzung während der Corona-Pandemie besonders deutlich und werden mit ihren Anliegen nicht gehört. Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober 2020 fordern Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und SKM Bundesverband deshalb Partizipation zu ermöglichen und die Betroffenen selbst zu Wort kommen zu lassen.


„Wie ein Brennglas hat die Krise die Schieflagen in unserer Gesellschaft gezeigt. So war beim Homeschooling die Ausgrenzung für viele arme Familien besonders spürbar. Häufig fehlten die digitalen Werkzeuge, um Lernmaterialien zu bearbeiten und Hausaufgaben online erledigen zu können", kritisiert Hildegard Eckert, SkF-Bundesvorsitzende. Auch der Zugang zu Behörden war deutlich erschwert. Sozialbehörden und Arbeitsämter waren vielfach nur noch Online zu erreichen. Gleichzeitig aber waren öffentliche Orte mit WLAN-Zugang wie beispielsweise Stadtbüchereien geschlossen. Diese Räume sind insbesondere auch Anlaufstelle für alleinstehende Menschen in Armut.


Die Erfahrungen aus der Praxis von SkF und SKM zeigen, dass die Anliegen und Belange von Menschen in prekären Situationen nicht ausreichend Gehör finden. Die Befähigung zur Selbsthilfe zu stärken und den Betroffenen so eine starke Stimme zu geben, ist daher ein zentrales Anliegen beider Verbände.
Heinz-Georg Coenen, Vorstandsvorsitzender des SKM Bundesverbandes fordert: „Von Armut betroffene Menschen müssen an allen politischen Entscheidungen, die sie betreffen, unbedingt beteiligt werden. Sie sind die Expert_innen des Lebens in Armut und können selbst formulieren, was ihnen hilft."
Für Menschen in Armut ist von zentraler Bedeutung, dass die Politik nicht über sie sondern mit ihnen spricht. So haben Betroffene einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt, um ihren Anliegen mehr Gehör zu verschaffen.
Zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut berichten Menschen in Armut in den Social Media-Kanälen von SkF und SKM über ihre Erfahrungen in der Zeit des Lockdowns und machen deutlich, was für sie wichtig ist. In Interviews (skmev.de/youtube) benennen Betroffene und Armuts-Expert_innen von SKM und SkF konkrete Punkte, um Ausgrenzung abzubauen.
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