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12.Mai 2020: Internationaler Tag der Pflege
Nie war die Pflege präsenter in der Öffentlichkeit als jetzt. Seit Bekanntmachung der Corona-Pandemie werden täglich Bilder aus Krankenhäusern, Altenheimen und von Pflegebedürftigen zu Hause in den Medien gezeigt, um die harte und unersetzliche Leistung der beruflich Pflegenden zu zeigen. Wie Menschen aus Dankbarkeit vom Balkon aus applaudieren...

12.Mai 2020: Internationaler Tag der Pflege

Sandra Engelberg

In Zeiten der Corona-Pandemie heißt das diesjährige Motto: Die Welt gesund pflegen.

Nie war die Pflege präsenter in der Öffentlichkeit als jetzt. Seit Bekanntmachung der Corona-Pandemie werden täglich Bilder aus Krankenhäusern, Altenheimen und von Pflegebedürftigen zu Hause in den Medien gezeigt, um die harte und unersetzliche Leistung der beruflich Pflegenden zu zeigen. Wie Menschen aus Dankbarkeit vom Balkon aus applaudieren oder Politiker die Pflege vor laufender Kamera wertschätzen. Die Weltgesundheitsversammlung (ICN) hat dazu 2020 zum Jahr der Pflegenden ausgerufen, um das Thema in den Fokus auf der ganzen Welt zu rücken.

 

Aber wie sieht es eigentlich in Remscheid aus? Wie arbeiten Remscheider Altenpflegeeinrichtungen in diesen besonderen Zeiten?

 

In den ambulanten Pflegediensten herrscht eine gewisse Anspannung. Kunden sind verunsichert und sagen teilweise Einsätze ab, aus Angst vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Auf der anderen Seite steigt die Nachfrage – wegen Corona - nach zusätzlicher Unterstützung. Neben der Pflege geht es hierbei insbesondere um Hauswirtschaft, Lebensmittelversorgung und Betreuung. Hier herrschen strenge Hygienevorschriften - Mitarbeiter dürfen nur mit Mundschutz und Handschuhen arbeiten und jedem Beschäftigten wird vor Dienstantritt Fieber gemessen. Dabei stehen alle Träger mit den örtlichen Behörden und dem Gesundheitsamt im engen Austausch. Angeordnete Quarantänen oder gar Infizierte werden umgehend gemeldet.

 

Alle Tagespflegen in Nordrhein-Westfalen sind per Erlass vom 18.März durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geschlossen. Nur in Situationen, in denen die häusliche Versorgung alleine nicht sichergestellt und nachweislich gefährdet ist, dürfen Tagespflegen – unter strengen Auflagen – eine Notbetreuung einrichten. Der Caritasverband Remscheid hat diesen Schritt umgesetzt und bietet seit dem 27.April eine Notbetreuung für eine geringe Anzahl an Besucherinnen und Besuchern. Das Angebot der Tagespflege dient in erster Linie zur Entlastung pflegender Angehörige.

 

In stationären Einrichtungen herrschte bis vor Kurzem ein striktes Besuchsverbot, das mittlerweile gelockert wurde und Besuche von Angehörigen wieder ermöglicht. An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig die sozialen Kontakte und die Vermeidung von Vereinsamung und Isolation im Alter ist. Soziale Isolation kann nachweislich krank machen.

 

Projekte wie Besuche an der Haustür oder vom Balkon und Garten aus, das telefonische Gespräch mit einem Seelsorger oder die Online-Videokonferenz mit Angehörigen und Betreuern stellen vielfältige Möglichkeiten dar, soziale Kontakte auf neuen und immer kreativeren Wegen zu ermöglichen. Hierzu stehen die Wohlfahrtsverbände im engen Austausch und haben bereits eine Vielzahl von innovativen Begegnungsmöglichkeiten aufgestellt und in Ihren Einrichtungen umgesetzt.

 

Die Wohlfahrtsverbände in Remscheid danken all Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflege und Betreuung im Rahmen des internationalen Tages der Pflege und machen gleichzeitig darauf aufmerksam, dass die Kranken- und Altenpflege die wichtigste Voraussetzung darstellen für eine sichere, erreichbare und qualitativ hochwertige gesundheitliche Versorgung in Remscheid. Diese neu gewachsene Wertschätzung gegenüber Trägern von Pflegeeinrichtungen und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss für die Zeit nach Corona bewahrt werden. Die Pflege ist in den Köpfen und Herzen der Menschen angekommen – Endlich!

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