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Aktuelles

Einladung zur Interkulturellen Woche 22.-29. September 2019
Im Rahmen der bundesweiten interkulturellen Woche im Zeitraum 22.-29 September hat der Caritasverband Remscheid e.V. mit vielen Kooperationspartner*innen ein schönes Programm in Remscheid auf die Beine gestellt.
Kampagne für bezahlbares Wohnen!
Unterschreibe jetzt! Werde aktiv!
Schwangerschaftsberatung esperanza: Jede vierte Ratsuchende hat Fluchterfahrung
Fast 10.000 Frauen und Männer ließen sich 2018 beraten. Wohnungsnot immer häufiger Thema. Mit 3,4 Mio. Euro geholfen. In Remscheid haben 62% der Klient*innen ausländische Staatsangehörigkeit, weitere 11% haben Migrationshintergrund.

„Wir lassen das Potential vieler Geflüchteter zu oft links liegen“

Köln. Immer mehr Geflüchtete schaffen es, im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das geht aus dem aktuellen Arbeitslosenreport der
Freien Wohlfahrtspflege in NRW hervor. Diese positive Entwicklung hat jedoch auch eine Schattenseite, denn ein Großteil von
ihnen arbeitet in schlecht entlohnten Helferjobs mit wenig Perspektiven. „Fachliches Wissen und Können sind der Schlüssel zu
dauerhaft auskömmlicher Beschäftigung. Es braucht dringend mehr arbeitsmarktpolitische Unterstützung für die berufliche Wei-
terqualifizierung“, so Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritasdirektor für das Erzbistum Köln.
In NRW hat sich die Zahl der Geflüchteten, die sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, von März 2015 bis September 2018 auf
60.000 mehr als vervierfacht. Noch stärker angestiegen ist die Zahl der Auszubildenden; sie lag im September 2018 bei 8.500. Zwei Drittel der
Beschäftigten (67 Prozent) arbeitet jedoch im Niedriglohnbereich (u.a. Helferjobs, Leiharbeit), ihr monatliches Bruttoeinkommen liegt unter
2.139 Euro. „Diese Menschen brauchen eine Chance, sich weiter zu qualifizieren“, sagt Hensel, der auch Leiter der Flüchtlingshilfe Aktion
Neue Nachbarn im Erzbistum Köln ist.
Der Weg in einen qualifizierten Job oder eine Ausbildung ist für viele Geflüchtete noch immer lang und beschwerlich – auch deshalb, weil
die rechtlichen Regelungen zur Arbeits- und Ausbildungsförderung für diesen Personenkreis schwierig sind. Zu viele Gruppen Geflüchteter
werden dadurch von wichtigen Förderangeboten ausgeschlossen. Hier müsse man ansetzen, so Hensel: „Wer eine Arbeitserlaubnis erhält,
muss auch direkt einen Zugang zu berufsfördernder Unterstützung bekommen. Wir lassen das Potential vieler Geflüchteter zu oft links lie-
gen. Durch frühzeitige, gezielte Sprachförderung, Unterstützung bei der beruflichen Qualifizierung und eine vereinfachte Anerkennung von aus-
ländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen könnten viele Fachkräfte gewonnen werden, die so dringend benötigt werden.“
Gezieltere Hilfen könnten auch dazu beitragen, dass weniger Geflüchtete im Hartz-IV-Bezug landen. So ist die Zahl der Hartz-IV-Empfänger
aus den zuzugsstärksten Asylherkunftsländern – u.a. Afghanistan, Irak und Syrien – von gut 45.000 im März 2015 auf 179.000 im Juni 2018
gestiegen. Inzwischen ist sie wieder leicht rückläufig. Dennoch: „Es gilt zu verhindern, dass aus ihnen die Langzeitarbeitslosen der Zukunft
werden“, mahnt Hensel.


Weitere Infos: www.arbeitslosenreport-nrw.de

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