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Wohnhaus "Horizont"



HORIZONT
Wohnhaus und Außenwohngruppe für
Chronisch Suchtkranke
horizont_logo

Unser Angebot

Horizont bietet Menschen, die aufgrund ihrer chronischen Suchterkrankung in mehrfacher Hinsicht beeinträchtigt sind und auf längere Sicht stationäre Unterstützung benötigen, umfassende Hilfen.

Die Bewohner von Horizont sind vorrangig Alkohol-, bzw. Medikamentenabhängig.

Durch soziotherapeutische Begleitung und Hilfen in den Bereichen Gesundheit, Ergotherapie und Hauswirtschaft, sowie dem Leben in der Gemeinschaft, werden die Bewohner dabei unterstützt eine stabile Abstinenz aufzubauen.

Aufgabe von Horizont ist es, die Bewohner darin zu unterstützen, wieder am Gesellschaftsleben teilzunehmen und die Eigenständigkeit bestmöglich wiederzuerlangen

 

 

Ihr Ansprechpartner

Stephan Hohn (Kontaktdaten  sie links im Kontaktfenster)

 

 


 

 

Happy Birthday: Horizont wird 20 Jahre alt

Dieses Jubiläum ist der perfekte Grund, um einmal hinter die Kulissen zu blicken. Und wer, wenn nicht Stephan Hohn, Leiter des Wohnhauses und der Außenwohngruppe für chronisch Suchtkranke, könnte darüber am besten aus dem Nähkästchen plaudern?

Aber lesen Sie selbst …

 

Herr Hohn, was ist Horizont?

 

So würden das die Mitarbeiter_innen beschreiben:

  • Soziotherapeutische Einrichtung für 16 Menschen, denen die Bewältigung ihrer Medikamente und/oder Alkoholabhängigkeit nicht mehr aus eigener Kraft gelingt.
  • Besondere Wohnform der Eingliederungshilfe
  • Menschen mit Doppeldiagnose20-Jahre-Horizont
  • Professionelle Beratung und Begleitung.

So würden das die Bewohner_innen beschreiben:

  • Manchmal ist das hier ein Irrenhaus.
  • Ist ja ein bisschen wie in der Jugendherberge.
  • Hier bin ich endlich nicht mehr allein.
  • Ich habe wieder ein Zuhause.
  • Horizont ist meine Rettung, sonst wäre ich tot.

Das sagen die Nachbarn_innen:

  • Keine Ahnung, wer da wohnt.
  • Ich glaube, dass sind Alkoholiker.
  • Von denen sieht und hört man nichts.

Nach 20 Jahren muss ich sagen, das stimmt alles. Horizont hat sich in mit der Zeit zu einem Haus entwickelt, in dem Menschen gerne leben und arbeiten.

Wir sind ein Haus, in dem ganz normale Sachen passieren.

Manchmal fehlt ein Joghurt im Kühlschrank oder ein Eis wurde einem anderen Bewohner weggenommen. Nutellagläser verschwinden auf geheimnisvolle Art und Weise. Beim Bewohner, der nebenan wohnt, war die Musik zu laut und das Badezimmer hat er auch nicht richtig sauber gemacht. „Muss der immer die Türe so knallen?“ „Haben Sie gesehen wie der isst?“ Dann müssen wir uns streiten und lernen, wie wir Konflikte aushalten. Als es mir richtig schlecht ging und ich wieder trinken wollte, hat mich Frau L. in den Arm genommen und mir zugehört. Herr S. übernimmt meinen Dienst, damit ich zum Arzt gehen kann. Frau K. hat mir gezeigt, wie man strickt. Dann lernen die Menschen, sich zu bedanken und Hilfe zuzulassen. … Sie sehen, hier passieren Dinge, die wenig Aufsehen erregen.

Herr L. ist aus dem Fenster gesprungen, er hat es nicht mehr ausgehalten. Einige Tage später war er tot. Herr D. ist einfach gegangen, wir haben ihn nie wiedergesehen. Herrn K. musste ich rauswerfen, er hat gedroht, meine Familie umzubringen. Herr G. hat bei einem Rückfall die Rettungssanitäter bedroht und den nagelneuen Rettungswagen gestohlen und zu Schrott gefahren. … Sie sehen, hier passieren auch Dinge, die viel Aufsehen erregen.

2005 haben wir unsere Außenwohngruppe auf der Richard-Zandersstraße für fünf Bewohner_innen aufgemacht, die sich ein Leben mit weniger Kontrolle und mehr Selbstständigkeit wieder zutrauen. In den 20 Jahren haben ca. 200 Bewohner_innen bei uns gewohnt. Viele haben es noch einmal allein im eigenen Wohnraum probiert. Manche schaffen es, andere scheitern. Die kommen dann wieder, weil sie wissen, dass sie willkommen sind. Die Möglichkeit, vom Wohnhaus in die Außenwohngruppe zu ziehen, und die Vernetzung mit dem Ambulantem Betreuten Wohnen scheint ein Erfolgsrezept zu sein.

Aktuell sind im Betreuten Wohnen von 32 Klienten immerhin elf, die vorher im Wohnhaus und in der Außenwohngruppe gewohnt haben. Im Bereich der Suchthilfen ist unser Haus weit über die Stadtgrenzen bekannt. Wir bekommen viele Anfragen aus den Krankenhäusern, von gesetzlichen Betreuern und von Angehörigen.

Im September, wenn es Corona erlaubt, machen wir eine richtige Jubiläumsfeier mit vielen netten Menschen. Es gibt viele Geschichten zu erzählen, dort wäre die Gelegenheit dazu.

 

Herzlichen Dank für Ihre informativen, kurzweiligen Gedanken und
alles Gute zum Jubiläum!

 

 

Fotos: Caritas RheinBergFotos: Caritas RheinBerg

 

 

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