Der Ethikrat des Caritasverbandes Rhein-Erft-Kreis

180710_Ethikrat2_hp (c) Alois Müller

(Foto des Ethikrats (v. links nach rechts): Dr. Brigitte Saviano, Winfried M. Müller, Dr. Ernst Bohm, Uwe Tränkner, Wolfgang Heinemann, Dr. Wolfgang Raack (Vorsitzender), Dr. Susanne Wierzimok, Petra Becker (stellvertretende Vorsitzende), Hermann-Josef Klein, Dr. Britta Schmitz und Mario de Haas. Ebenfalls Mitglied, jedoch auf dem Foto fehlend: Gabriele Mehlem.)

Nahezu täglich stehen die Führungskräfte und Mitarbeitenden im Caritasverband für den Rhein-Erft Kreis e.V. vor moralischen und ethischen Problemen. Solche Probleme können auftreten im Zusammenhang mit der Selbstbestimmtheit der Bewohner von Seniorenzentren, der Langzeitpflege von Schwerstkranken und Sterbenden, aber auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Immer wieder geht es um Entscheidungen, die eine Besinnung auf unsere grundlegenden Werte erfordern, ohne den individuellen Fall aus den Augen zu verlieren. Es geht um moralisches Handeln und den Erhalt der Menschenwürde – also um Fragen der Ethik.

Damit Entscheidungen in solchen Fragen in unseren Einrichtungen nicht willkürlich vorgenommen werden, wurde im Jahr 2009 ein Ethikrat eingerichtet. Dieser soll Fragestellungen aus der Praxis unter ethischen Aspekten reflektieren, Orientierungshilfen für die Praxis entwickeln und so einen Beitrag zum ethisch verantwortbaren Handeln in den Einrichtungen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes leisten.

Die Mitglieder des Ethikrates stammen aus verschiedenen Berufs­sparten: Seelsorger, Theologen, Mediziner, Juristen, Psychologen und Einrichtungsleitungen des Caritasverbandes beleuchten nicht nur die theoretischen Aspekte, sondern entwickeln realitäts- und praxisbezogene Leitlinien. Vorsitzender des Ethikrates ist der Jurist Herr Dr. Wolfgang Raack, stellvertretende Vorsitzende ist Frau Petra Becker, Leiterin der Caritas-Kindertagesstätte St. Elisabeth in Pulheim. Dem Vorstand obliegt die Entscheidung, ob eine vom Ethikkomitee vorgelegte Empfehlung oder Leitlinie umgesetzt wird.

Alle an der Arbeit des Verbandes beteiligten Personen, Klienten, Bewohner und deren Angehörige sowie rechtliche Betreuer können eine konkrete ethische Fragestellung an das Gremium richten. Diese Antragsstellung erfolgt in der Regel schriftlich. Mündliche Anträge sind in begründeten Ausnahmen zulässig, jedoch für die Beratung im Ethikrat durch das annehmende Mitglied schriftlich niederzulegen. Anträge werden direkt oder über ein Mitglied des Ethikrats an den Vorsitzenden gerichtet.

Brigitte Saviano Referentin für Caritaspastoral Kreisgeschäftsstelle

Caritasverband für den Rhein-Erft-Kreis e. V.

Dr. Brigitte Saviano, Referentin für Caritaspastoral

Reifferscheidstr. 2-4

50354 Hürth 

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