Fachberatungsstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten (c) Martin Karski

Fachberatungsstelle

für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten

Wir haben täglich zu tun mit Bürgerinnen und Bürgern, die sich in ihrer Lebensführung keinen Fehler und kein Unglück leisten können. Sie verfügen weder über Rücklagen auf der Bank noch über eine intakte Familie und sie sind selten gut ausgebildet. Wenn dann etwas passiert – eine falsche Entscheidung, eine Entlassung oder eine Trennung –, dann steuert der Haushalt aus der Krise in Richtung Absturz, dann entsteht schnell eine prekäre Lebenslage. Häufig droht der Verlust der Wohnung und die Chance auf eine neue ist gering: Bezahlbare Wohnungen sind zunehmend ein knappes Gut, auch bei uns im Rhein-Erft-Kreis, im sogenannten Speckgürtel Kölns.

Für wen

Wir richten uns an Menschen, die ihre Wohnung verloren haben oder davon bedroht sind und gleichzeitig weitere Bürden zu tragen haben: an Menschen, die arbeitslos und arm sind, keinen familiären Rückhalt haben, straffällig geworden oder drogenabhängig sind, die Schulden haben oder nach dem Aufenthalt in einer geschlossenen Einrichtung auf der Straße stehen, Menschen, die zwar bei Bekannten oder in Notunterkünften Unterschlupf finden, aber keine oder sehr geringe Chancen auf eine eigene Mietwohnung haben. Oft fühlen sich die Menschen, die bei uns Hilfe suchen, überfordert und alleingelassen und sind am Ende ihrer Kräfte. Wir setzen alles daran, die Lebenssituation dieser Hilfesuchenden zu verbessern oder zumindest eine Verschlimmerung zu verhindern.

Wie wir arbeiten

Am liebsten arbeiten wir natürlich vorbeugend, denn wenn die Räumungsklage auf dem Tisch liegt, ist es oft deutlich zu spät: Wer mit seiner Miete im Rückstand ist und nicht weiß, wie er sie bezahlen soll, kann sich mit unserer Unterstützung an den Vermieter wenden, weitere Hilfen beantragen und bekommen.

Ist die Wohnung weg, haben ganz praktische Dinge Vorrang: die postalische Erreichbarkeit, Zugang zu Telefon, Computer und Internet, Waschmöglichkeiten. Danach setzen wir alles daran, Schritt für Schritt zu informieren, zu beraten und zu begleiten, und zwar kontinuierlich.

  • Grundversorgung
    Hilfesuchende erhalten bei uns eine Adresse für ihre Post, sie können Telefon, PC, Internet und Drucker kostenfrei nutzen, ebenso Waschmaschine, Trockner, Duschen und Toiletten. Außerdem vermitteln wir sie zu den Tafeln und Kleiderkammern.
  • Info und Aufklärung
    Wir klären darüber auf, welchen Anspruch Hilfesuchende auf Sozialleistungen haben und helfen bei Anträgen, wir vermitteln an andere Hilfeanbieter wie z. B. das Ambulant Betreute Wohnen, die Frauenberatungsstelle, die Drogenberatungsstelle, das Jobcenter oder die Schuldnerberatung.
  • Beratung und ambulante Begleitung
    Wir bleiben dran: Wir setzen uns bei Vermietern dafür ein, dass unsere Klienten ihre Wohnung behalten oder eine neue anmieten können. Wir werden aktiv, wenn eine Räumung bevorsteht. Wir unterstützen in Geldfragen, bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive, bei der Strukturierung des Alltags, Gesundheitsproblemen und vielem mehr. Wir tun dies kontinuierlich über einen längeren Zeitraum und nach einem vereinbarten Hilfeplan.
    Übrigens: Unsere Büros liegen in der Frechener Innenstadt und sind gut zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wir beraten in unseren Büroräumen, kommen aber auch zu den Menschen, wenn dies erforderlich ist.

Ihr Kontakt zu uns

Karina Dreja

Karina Dreja

Abteilungsleitung Wohnungslosenhilfe

Hasenweide 13
50226 Frechen
Ronald Dams

Ronald Dams

Verwaltung Wohnungslosenhilfe

Hasenweide 13
50226 Frechen