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Die Welt hat viele Gesichter – Starke Menschen
23.04.2019 - Einladung zur Ausstellung vom 29. April bis 10. Mai in Meckenheim sowie zur Dialogveranstaltung "Auf eine Tasse Kaffee".
Palmzweiglein für Ambulante Pflegestation
17.04.2019 - Diakon Klaus Ersfeld und Angelika Campe von der kfd Troisdorf brachten einen ganzen Korb voller geweihte Palmzweige für Menschen, für die der Weg in den Gottesdienst beschwerlich geworden ist.
Kreisdechant Hans-Josef Lahr segnete neue Fahrzeuge
17.04.2019 - „Verkehrsmittel“, so Kreisdechant Hans-Josef Lahr, „tragen dazu bei, dass der Mensch in einer veränderten Form seinen Schöpfungsauftrag erfüllen kann.
Mildtätigkeit an historischen Beispielen
17.04.2019 - Caritasverband Rhein-Sieg lud Unterstützerinnen und Unterstützer zur Führung in das Stadtmuseum Siegburg ein
Gesprächsführung in der Praxis
02.04.2019 - ...und was sage ich vor allem am Telefon? Fortbildung für Menschen, die sich ehrenamtlich zum Beispiel in Lotsenpunkten engagieren.
Potentiale entdecken-Kraftquellen erschließen
02.04.2019 - Workshop: Ressourcenorientierte Methoden kennenlernen und ausprobieren

Mildtätigkeit an historischen Beispielen

17. April 2019; Dörte Staudt

Mehr als fünf Jahrzehnte agiert der Caritasverband Rhein-Sieg in der Region, doch hat er in Siegburg Vorläufer, die weit zurück und sogar bis in das Hochmittelalter reichen: Das erfuhr im Stadtmuseum Siegburg eine Gruppe aus rund einem Dutzend Menschen, die Projekte des Verbandes in den vergangenen Jahren handfest unterstützt hatten. Zum Dank hatten der Kreiscaritasdirektor Harald Klippel und Caritas-Fundraiserin Monika Vog Spenderinnen und Spender zu einer Führung unter dem Titel „Armut und Mildtätigkeit“ sowie anschließendem Imbiss eingeladen.

„Greise, Waisen und Schwachsinnige“, zitierte Stefanie Kemp, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Museum, aus einer Quelle, waren zum Beispiel einst und tatsächlich bis 1836 im Katharinenhospital nahe der heutigen Bergstraße untergebracht. Für das benachbarte Paulushospital gibt es Berichte, die um 1100 entstanden sind. „Missernten, Naturkatastrophen und Kriege sind immer wieder Gründe für Armut“, erläuterte Stefanie Kemp. So ist bezeugt, dass im Paulushospital im Jahr 1109 viele Menschen am Gift eines Roggenpilzes – einer Missernte - starben.

Kriege hinterließen überall ihre Spuren, doch war die heutige Kreisstadt ganz besonders betroffen. Am großen Stadtmodell erläuterte die Wissenschaftlerin die Entwicklung der Stadt, die im Zuge der Industrialisierung mit dem Feuerwerkslaboratorium und der Geschossfabrik zu einer der wichtigsten Rüstungsschmieden des Preußischen Königsreiches wurde: 30 000 Menschen wurden nach Ende des Ersten Weltkriegs arbeitslos und gerieten in größte Not. Eine Armut, die bis in die frühen 30 Jahre reichte und sich wenige Jahre später mit und nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal wiederholte. Wie Mildtätigkeit in solchen Zeiten auch aussehen kann, zeigt ein Exponat aus der Nachkriegszeit: ein Original der berühmten Care-Pakete aus den USA. „Care-Pakete“ haben auf ihre Art auch die Geladenen dieses Abends gesendet. Sie halfen bei Projekten, die der Caritasverband aus dem refinanzierten Budget nicht hätte stemmen können. So etwas der moderierte Frühstückstreff für pflegende Angehörige Demenzkranker.

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