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Spenden statt Geschenke
03.12.2018 - Viele Wenig geben ein Viel. Dieses Sprichwort setzte Firmenchef Rolf Klein vom Niederkasseler Bauzentrum Mobau in bare Münze um: Statt vieler kleinerer Geschenke für seine Kunden übergab der Unternehmer gemeinsam mit seinem Prokurist Manfred Metzger eine Spende an die Häuser am Deich und Hildegard.
Bündnis Wohnen veröffentlicht Positionspapier
26.11.2018 - Welche konkreten Lösungsstrategien führen zu einer effektiven Wohnraumbeschaffung im Rhein-Sieg-Kreis? Das „Bündnis Wohnen“ wertete Ergebnisse des von ihm organisierten Fachtages unter dem Titel „Wohnen für alle“ aus und formulierte daraus ein Positionspapier.
Märchen-Abend: Das goldene Birkenzweiglein
07.11.2018 - Eine gemeinsame Veranstaltung des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V., des Verlags "Ohrenkuss" sowie der Buchhandlung Remmel: Märchenerzählerinnen lassen uns teilhaben an Texten von Achim Priester aus dem Buch „Das goldene Birkenzweiglein“. 
Gründung eines ZWAR-Netzwerkes in Siegburg
06.11.2018 - Zwischen Arbeit und Ruhestand, kurz ZWAR, so heißen Netzwerke, die es seit inzwischen 13 Jahren in Hennef, seit kürzerem in Lohmar, Sankt Augustin oder Much gibt und nun auch in Siegburg geben soll.
Die Trommel ruft zum Tanz
20.09.2018 - Zum Trommelkurs laden Dietmar Dietrich und Dr. Helene Müller-Speer in das Haus Nazareth ein.
Starke Menschen in Bornheim
20.09.2018 - Ausstellung im Bornheimer Rathausfoyer: Renommierter Fotograf porträtiert mit großem Einfühungsvermögen Menschen aus vielen Nationen, deren Heimat heute Bornheim ist. Ihre Statements schärfen den Blick auf den Einzelnen, auf Menschen, deren Fähigkeiten und Stärken zu einer gelingenden Gesellschaft beitragen.

Mit Sprache die Welt entdecken

20. September 2018; Dörte Staudt

MECKENHEIM. Das CariNest ist Sprachkita! Dank einer Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verstärkt die Fachkraft Tanja Golly für volle drei Jahre das CariNest-Team mit einer halben zusätzlichen Stelle. Ihre Rolle ist dabei klar definiert: Die gelernte Physiotherapeutin und Motopädin mit einer zusätzlichen Qualifikation für die Sprachförderung wird bis Dezember 2020 die pädagogische Arbeit der Einrichtung ganz unter dem Gesichtspunkt Sprache weiterentwickeln und ergänzen.

 

Sprache als Schlüssel zu gleichen Bildungschancen

„Wir sind eine Kita, in der Kinder aus 16 verschiedenen Nationen zusammen spielen und lernen“, schildert Kita-Leiterin Helene Hohenhaus, die mit Tanja Golly eng zusammenarbeitet: Rund 60 Prozent der 65 Kinder wachsen mit einer anderen Familiensprache als der deutschen auf. Insgesamt sprechen die Kita-Kinder 13 verschiedene Sprachen. „Da spielt schon seit unserer Gründung vor zwei Jahren das Thema Sprache eine ganz große Rolle.“ Zumal, so ergänzt Hohenhaus, die Mehrsprachigkeit der Kinder pädagogisch immer eine Herausforderung ist. Weiß man doch einerseits, dass es wichtig ist, die Muttersprache gut zu beherrschen und zu pflegen. Und muss das Team andererseits dafür sorgen, dass die Kinder spätestens bis zur Einschulung die deutsche Sprache möglichst sicher beherrschen. Umso willkommener, dass eine zusätzliche Fachkraft noch mehr Ideen einbringt, um Wortschatz, grammatisches Verständnis, ein Gefühl für die Sprachmelodie oder die Grundregeln einer gelingenden Kommunikation pädagogisch zu verankern.

 

Sprachbildung mit drei Säulen: alltagsintegriert, inklusiv und gemeinsam mit den Eltern

Alles, was die Sprachförderin jetzt mit dem Team erarbeitet, wird in die Konzeption der Einrichtung mit einfließen und soll künftig ganz selbstverständlich im Alltag umgesetzt werden. Ein Beispiel: Tanja Golly arbeitet viel mit Bildern. Deshalb sind neuerdings alle Flurtüren im CariNest auf Hüfthöhe mit klaren Piktogrammen bestückt: Hinter welcher Tür sich die Küche, das Leitungsbüro oder die Toilette befindet, können Kinderaugen ebenso mit einem Blick erfassen wie Eltern, die nicht oder nur wenig Deutsch sprechen. Das ist nur ein Beispiel aus der so genannten alltagsintegrierten und inklusiven Bildung. Die moderne Pädagogik lehnt das Fördern Einzelner mit einer Art Nachhilfe, die das Kind zugleich als förderbedürftig brandmarkt, grundsätzlich ab. Gearbeitet, und das heißt eigentlich gelebt und gespielt, wird stattdessen in kleineren und größeren Gruppen, in denen jedes Kind sich entfalten kann. Darüber hinaus bleibt der Austausch mit den Eltern stets im Blick.

 

Grundsteine sind längst gelegt

„Als ich ins CariNest kam, war ich begeistert, weil die Grundsteine für meine Arbeit schon gelegt waren“, erzählt Tanja Golly, die zuvor Sprachförderprojekte in Rheinland-Pfalz betreut hatte. „Ich erlebe hier eine Kita-Kultur, die geprägt ist von einem vorurteilsfreien, willkommen heißenden, wertschätzenden und interessiertem Miteinander.“ Für das Team ebenso wie für Eltern und Kinder sei das Auseinandersetzen mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden selbstverständlich.  „ Wir sind verschieden – das ist wunderbar“, lautet etwa das Projekt einer der Kita-Gruppen.

 

Auf dieser Basis baut Tanja Golly auf. Neu eingerichtet hat sie gemeinsam mit dem Team das Elterncafé, in dem sich Väter und Mütter aus zahlreichen Nationen bereits einmal rege ausgetauscht haben. Das Café soll nun zur regelmäßigen Einrichtung werden. Mehrsprachige Elterninformationen für Kinder helfen bei der Kommunikation zwischen Eltern und Einrichtung. Erfolgreich zu sein versprechen auch Vorleseveranstaltungen wie  jene mit dem Bilderbuch „Besuch vom kleinen Wolf“ , das die gleiche schön bebilderte Geschichte in vielen Sprachen erzählt. Kita-Leiterin Helene Hohenhaus schätzt dabei den Perspektivwechsel: „Wenn man diese Geschichte einmal -  wie wir -  auch auf Albanisch hört, bekommt man ein Gefühl dafür, wie es ist, eine andere Sprache gar nicht zu verstehen.“

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