Suchen & Finden

 

Mehr Lenkung, mehr Förderung, mehr Transparenz
28.03.2017 - Bündnis "Wohnen im Rhein-Sieg-Kreis" fordert eine aktivere Wohnungsmarkt-Politik
50 Jahre für die Menschen unterwegs
11.05.2018 - Caritasverband Rhein-Sieg e.V. feierte mit geladenen Gästen Geburtstag
Haus Hildegard: Bewährtes Zuhause in neuem Gebäude
19.04.2018 - Wohnhaus für Menschen mit geistiger Behinderung in Rheidt wird neben historischem Altbau neu errichtet
Zauberwerk
04.04.2018 - Unter Anleitung einer Schneiderin beginnt das Upcycling-Projekt "Zauberwerk" an der Nähmaschine: Aus Sweaties werden Rucksäcke, aus Küchenhandtüchern Kosemetikbeutel...
Palmzweige mit Kartengruß
29.03.2018 - Weihbischof Ansgar Puff und Patientinnen und Patienten der Caritas-Pflegestation Troisdorf freuen sich über Palmzweige der KfD-Frauen.
Wohnen für alle
01.03.2018 - Wohlfahrtsverbände laden für Mittwoch, 6. Juni 2018, zum Fachtag "Anforderungen an den Wohnungsmarkt im Rhein-Sieg-Kreis" ein.

Mit politischen Akteuren an einem Tisch

6. November 2017; Dörte Staudt

Pflege, Kinderbetreuung, Integration und Migration, Inklusion: Das sind unter anderen Aufgaben, mit denen der Caritasverband Rhein-Sieg in an zahlreichen Orten in der Region betraut ist. Es sind zugleich Themen, die politisch große Relevanz haben und von neuen Regierungen oft mit neuen Vorzeichen versehen werden. Auch die Gesetzgebung zu diesen Bereichen unterliegt einem steten Wandel. Da ist es gut, mit der „Politik“ im Gespräch zu bleiben. Weshalb Kreiscaritasdirektor Harald Klippel sich sehr freute, zu einem Gespräch die Landtagsabgeordneten Jörn Freynick (FDP) im Familienzentrum JOhannesNest in Meckenheim sowie die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer (CDU) in der Haus Elisabeth Altenheim GmbH begrüßen zu dürfen. Beide nahmen sich viel Zeit, um in der Runde der Bereichsleiterinnen und –leiter aktuelle Fragen und Probleme zu besprechen. „Es war mir immer wichtig, die Basis in die Politik zu bringen“, so Katharina Gebauer, die neu auch im Kreistag den Sozialausschuss leitet. Und diese „Basis“, die saß hier mit vielen Facetten am Tisch.

Sorgen äußerte zum Beispiel Dr. Helene Müller-Speer, Bereichsleitung „Lebensräume für Menschen mit Behinderung“ über die Auswirkungen des Anfang 2017 in Kraft getretenen Bundesteilhabegesetzes (BTHG). „Diese Gesetz scheint uns für Menschen gemacht, die selbst gut für ihre Interessen eintreten können, etwa Gehörlosenverbände“, sagte sie. Mehrfach behinderte Menschen aus den Wohnheimen des Caritasverbands aber könnten, so ihre Befürchtung, die Verlierer des neuen Gesetzes sein.

Mit dem Kinderbildungsgesetz und dem daraus resultierenden Personalschlüssel sprach Bereichsleiter „Familie und Gesundheit“, Hartmut Pöplau, ein anderes Problem an. Die Zahl der Mitarbeitenden orientiert sich derzeit streng an der von den Eltern gewünschten Betreuungszeit. Das macht die Personalplanung für Träger von Kindertageseinrichtungen schwierig.

Wünsche an die Landesregierung sprach Hartmut Pöplau zudem aus: „Wichtig wäre für uns eine sichere Finanzierung für die Krebsberatungsstelle“, erzählte er vor seit Jahren immer wieder neuen schwierigen Situation dieses wichtigen Angebots. Auch wäre es gut, Mitarbeitenden zum Beispiel aus der Flüchtlingsberatung mit mehrjährigen Förderzusagen mehr Planungssicherheit geben zu können.

Andere Probleme brachten Judith Ballhausen (Ambulante Pflege) und die Bereichsleitung „Leben im Alter“, Adelheid Paas, auf den Tisch. Sperrig erweist sich etwa das neue Pflegestärkungsgesetz, wenn es um die Prüfung der „Heimnotwendigkeit“ geht.

Und natürlich kam der Mangel an Pflegekräften zur Sprache. „Wir sehen uns längst nicht mehr in der Konkurrenzsituation in der ambulanten Pflege“, erklärte dazu Vorstand Harald Klippel. Denn: Schwierig ist für Träger von Pflegediensten nicht die Akquise von Kunden sondern die Bereitstellung der für ihre Betreuung benötigten Mitarbeitenden.

Zurück