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Die Welt hat viele Gesichter – Starke Menschen
23.04.2019 - Einladung zur Ausstellung vom 29. April bis 10. Mai in Meckenheim sowie zur Dialogveranstaltung "Auf eine Tasse Kaffee".
Palmzweiglein für Ambulante Pflegestation
17.04.2019 - Diakon Klaus Ersfeld und Angelika Campe von der kfd Troisdorf brachten einen ganzen Korb voller geweihte Palmzweige für Menschen, für die der Weg in den Gottesdienst beschwerlich geworden ist.
Kreisdechant Hans-Josef Lahr segnete neue Fahrzeuge
17.04.2019 - „Verkehrsmittel“, so Kreisdechant Hans-Josef Lahr, „tragen dazu bei, dass der Mensch in einer veränderten Form seinen Schöpfungsauftrag erfüllen kann.
Mildtätigkeit an historischen Beispielen
17.04.2019 - Caritasverband Rhein-Sieg lud Unterstützerinnen und Unterstützer zur Führung in das Stadtmuseum Siegburg ein
Gesprächsführung in der Praxis
02.04.2019 - ...und was sage ich vor allem am Telefon? Fortbildung für Menschen, die sich ehrenamtlich zum Beispiel in Lotsenpunkten engagieren.
Potentiale entdecken-Kraftquellen erschließen
02.04.2019 - Workshop: Ressourcenorientierte Methoden kennenlernen und ausprobieren

Qualifizierte Arbeit ohne angemessene Vergütung

29. März 2019; Dörte Staudt

RHEIN-SIEG-KREIS. Mehr als vier Jahrzehnte lang – seit 1976 - haben gut ausgebildete Familienpflegerinnen aus dem Caritasverband Rhein-Sieg e.V Familien in Notsituationen beigestanden. Zum 30. Juni 2019 aber wird dieses Angebot eingestellt.

 

„Eine schmerzliche Entscheidung“, nennt es Vorstand Harald Klippel. Viele Jahre lang habe die Wohlfahrtspflege zur Finanzierung dieser qualifizierten Arbeit auf einen Landesvertrag mit den Krankenkassen gehofft. Denn anders als die von den Kassen üblicherweise getragenen Haushaltshilfen haben die Familienpflegerinnen in ihrer Ausbildung pädagogisches Rüstzeug erhalten, um Familien in allen Facetten verlässlich unterstützen zu können.

Waren früher Entbindungen oder Krankenhausaufenthalte Anlass für den Einsatz der Familienpflege, begründeten bereits Ende der 90er Jahre psychische Langzeit-Erkrankungen oder die Überforderung eines oder beider Elternteile die qualifizierte Hilfe. Diese aber wird seit einigen Jahren nur noch selten von den Kassen übernommen.

„Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Krankenkassen zwar den Dienst schätzen, aber keine angemessene Vergütung für die Fachleistung zahlen wollen“, erklärt Vorstand Harald Klippel nun diesen endgültigen Schritt, den vor dem Caritasverband Rhein-Sieg schon zahlreiche andere Wohlfahrtsverbände etwa aus Köln oder dem Rhein-Erft-Kreis getan haben. „Wir haben uns die Schließung des Dienstes nicht leichtgemacht, insbesondere auch deshalb, weil sie Familien betrifft, die diese Unterstützung benötigen“, so Klippel.

Eine Feststellung die Susanne Schlotmann, seit 2012 Teamleiterin des Fachdienstes Familienpflege, bestätigt: „Es gibt viele Familien ohne Angehörige oder ein anderes eigenes Netzwerk“, weiß sie aus Erfahrung. „Da geht es ganz schnell um die Existenz, wenn ein Elternteil zum Beispiel durch Krankheit ausfällt“. Eine reine Haushaltshilfe hole die Kinder nicht von der Kita ab oder unterstütze die Geschwister bei den Hausaufgaben, um nur Beispiele aus dem Arbeitsalltag der Familienpflegerinnen zu nennen. Ebenso hatte sich das Angebot „HOT©“ – HaushaltsOrganisationsTraining – als Krisenintervention bewährt: Familien, denen eine Versorgung der Kinder aus eigener Kraft nicht gelingt, lernen hier so niederschwellig wie tatkräftig, wie ein Haushalt zu führen ist. Doch auch HOT© wird von den Jugendämtern zu selten angefordert, um das Angebot auf Dauer vorzuhalten.

 

Froh zeigt sich der Vorstand, dass allen noch Ende des vergangenen Jahres 2018 in der Familienpflege tätigen Mitarbeiterinnen eine Anschlussbeschäftigung in anderen Diensten des Verbandes angeboten werden konnte.

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