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Qualifizierung im Ehrenamt und in der Flüchtlingsarbeit
08.01.2019 - Kurze Fortbildungen im ersten Halbjahr 2019
Spenden statt Geschenke
03.12.2018 - Viele Wenig geben ein Viel. Dieses Sprichwort setzte Firmenchef Rolf Klein vom Niederkasseler Bauzentrum Mobau in bare Münze um: Statt vieler kleinerer Geschenke für seine Kunden übergab der Unternehmer gemeinsam mit seinem Prokurist Manfred Metzger eine Spende an die Häuser am Deich und Hildegard.
Bündnis Wohnen veröffentlicht Positionspapier
26.11.2018 - Welche konkreten Lösungsstrategien führen zu einer effektiven Wohnraumbeschaffung im Rhein-Sieg-Kreis? Das „Bündnis Wohnen“ wertete Ergebnisse des von ihm organisierten Fachtages unter dem Titel „Wohnen für alle“ aus und formulierte daraus ein Positionspapier.
Märchen-Abend: Das goldene Birkenzweiglein
07.11.2018 - Eine gemeinsame Veranstaltung des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V., des Verlags "Ohrenkuss" sowie der Buchhandlung Remmel: Märchenerzählerinnen lassen uns teilhaben an Texten von Achim Priester aus dem Buch „Das goldene Birkenzweiglein“. 
Gründung eines ZWAR-Netzwerkes in Siegburg
06.11.2018 - Zwischen Arbeit und Ruhestand, kurz ZWAR, so heißen Netzwerke, die es seit inzwischen 13 Jahren in Hennef, seit kürzerem in Lohmar, Sankt Augustin oder Much gibt und nun auch in Siegburg geben soll.
Die Trommel ruft zum Tanz
20.09.2018 - Zum Trommelkurs laden Dietmar Dietrich und Dr. Helene Müller-Speer in das Haus Nazareth ein.

Im Bereich Presse & Öffentlichkeitsarbeit finden SIe aktuelle Meldungen, Pressefotos und spezielle Themen des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V.. | mehr...

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vielfalt. viel wert.

…dunkelhäutig, single, religiös, mit Handicap, homosexuell, weiß…

„vielfalt. viel wert.“ – das ist das Motto einer Caritas-Kampagne, die die Vielfalt der Gesellschaft nicht nur hinnehmen möchte, sondern sie wertschätzt und lebt.

Durch vielseitige Projekte und mit unterschiedlichen Akteuren und Aktionen in den Bereichen Kunst und Kultur sollen Menschen miteinander ins Gespräch kommen und aktiv werden, um Vorurteile abzubauen und Potentiale zu nutzen.

Die Kampagne wurde vom Diözesancaritasverband in Köln ins Leben gerufen und ist mittlerweile in acht Caritasverbänden mit verschiedenen Projekten vertreten. Seit April 2016 gibt es das Projekt „vielfalt. viel wert“ auch bei der Caritas im Rhein-Sieg-Kreis.

Ansprechpartnerin: Jacqueline Wulf 

Email: jacqueline.wulf@caritas-rheinsieg.de

Telefon: 0152-22845416

 

Du hast Projektideen zum Thema Vielfalt, willst Begegnungen schaffen oder Kunst- und Kulturprojekte in die Tat umsetzen, es fehlen dir aber die Möglichkeiten, sie umzusetzen? Melde dich gerne bei mir und wir schauen nach einer Lösung!

Sie suchen nach einem Kooperationspartner für Ihre Ideen? Lassen Sie uns drüber sprechen!

 

„Hier kann einfach jeder Mensch so sein, wie er möchte, solange die Würde des anderen bewahrt bleibt“, sagt ein 37-Jähriger aus Nigeria. Es ist einer von vielen Sätzen, die zeigen: Man muss nicht in Bornheim geboren sein, um im Vorgebirge eine neue Heimat zu finden.
Die Ausstellung „Die Welt hat viele Gesichter – Starke Menschen in Bornheim“ zeigt Bilder und Statements von zehn Menschen aus Bornheim. Sie alle haben einen Migrationshintergrund, sie alle aber leben heute mit einem guten Gefühl in Bornheim. „Ich habe hier viele Freunde und Bekannte und das erste Mal erlebe ich richtigen Frieden“, sagt da etwa Inam aus Pakistan.

Diese Menschen hat Engelbert Reineke, ehemals Fotograf der Bundesregierung (sein wohl berühmtestes Bild zeigt den Kniefall von Willy Brandt in Warschau), mit großem Einfühlungsvermögen porträtiert. Jacqueline Wulf von der Caritas-Projektstelle „Vielfalt. viel wert.“, Flüchtlingssozialarbeiter Joachim Jung sowie Marie Elisabeth Vieten und Gulê Çinar-Şahin von der Integrationsagentur stellten dazu Text-Auszüge aus den Interviews, die sie mit den Fotografierten führten. Ihr Anliegen: Sie wollten den Blick auf den Einzelnen schärfen. Ein Blick, der in den oft hitzig geführten Diskussionen über Migration häufig verloren gegangen ist. „Wir denken in dieser Ausstellung nicht in Defiziten, sondern wir zeigen Menschen so, wie sie sind, wie sie denken und fühlen. Menschen, die in unserer Mitte in Bornheim leben und mit ihren Stärken und Fähigkeiten zu einer gelingenden vielfältigen Gesellschaft beitragen“, so Jacqueline Wulf.

Gefördert wurde diese Ausstellung auch von der Stadt Bornheim. Denn sie spiegelt keinen ganz kleinen Teil ihrer Einwohnerschaft: Fast zehn Prozent der heutigen Bornheimen stammen aus 117 anderen Nationen.

 

„Welche Rechte sind euch besonders wichtig?“ Spiel und Freizeit fällt Kindern zu dieser Frage ganz schnell ein. Doch wenn sie ins Diskutieren kommen, dann sind sie schnell bei dem Recht auf Schutz vor Krieg oder das Recht auf Bildung. 

Um das Thema Demokratie und Kinderrechte ging es in der ersten Herbstferienwoche 2018 mit insgesamt zwölf Schülerinnen und Schülern in einem der buntesten Bornheimer Vierteln.  Zusammen mit dem Medientrainer Christian Klünter erarbeiteten die jungen Journalisten eine Radiosendung rund um das Thema Interviews mit Lokalpolitikern der CDU, SPD und den Grünen, ein Interview mit Jenny aus dem Kinder- und Jugendparlament, eine Straßenumfrage und eigene Kommentare fügten sich schnell zu einer "Featuresendung". Viel gelachten haben die Kinder beim Anhören der Rohbeiträge, die sie mit Unterstützung von Christian Klünter bearbeiteten und schnitten sowie die Moderation einsprachen. Die Sendung wird voraussichtlich Ende 2018 auf Sendung gehen. 

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilbüro und der Schulsozialarbeit in Bornheim. 

 

Während heute viele Menschen ihre Bücher nur noch digital lesen, haben wir in Hennef einmal ein ein Gegenprogramm gestartet. In drei Buchbinde-Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst ein Buch binden und das Cover gestalten, sow wie es einem jeden und einer jeden gefiel. Am Ende hielten sie ein fertiges Buch für Notizen oder für eigene Geschichten in den Händen. In der Hennefer Stadtbibliothek, im "Interkult" sowie im Generationenhaus brachte die Buchbinderin insgesamt 14 Personen ihre Kunst näher. 

Tanzen befreit! Und das gilt für Menschen mit und ohne Behinderung. Aus diesem Grund hat "vielfalt. viel wert." in Zusammenarbeit mit dem Forum für Inklusion die "Inklusive Disko" in Meckenheim ins Leben gerufen. Rund 110 junge Menschen haben im Kulturhaus Mosaik die Tanzfläche gerockt. Für Technik und Disko-Licht war gesorgt und DJ "Mütze" hatte genau die richtige Musik im Gepäck. Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums verkauften Snackst. Seit diesem ersten Erfolg findet die Disko halbjährlich statt und lockt immer aus mehr  Besucherinnen und Besucher mit und ohne  Handicap an.

 

Sofa, Regal, ein paar Stühle, ein bisschen Dekoration: Mobiliar eines typischen Wohnzimmers stand

auf dem Bornheimer Peter-Fryns-Platz symbolisch für Menschen, die über genau dieses – ein Zuhause – nicht verfügen. Annegret Kastorp von der linksrheinischen Gemeindecaritas, Fundraiserin

Monika Vog und Jacqueline Wulf von „vielfalt. viel wert“ haben zusammen mit einer Firmgruppe aus Bornheim an dieser Aktion gearbeitet. Sie griffen damit das Jahresthema des Deutschen Caritasverbandes „Jeder Mensch braucht ein Zusage“ auf. Deutschlandweit mahnt der

Caritasverband fehlenden Wohnraum und steigende Mieten an. „Was soll unsere Message sein?“, fragten sich Alexandra, Carolina, Nura, Tamara, Katharina, Franziska, Laura, Mattea und

Lena, „woher können wir Möbel leihen, wie bewerben wir die Aktion?“ Die jungen Frauen hatten sich zuvor mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass die Wohnungsnot beileibe kein Randproblem

ist. Mit ihrem „Wohnzimmer“ auf dem zentralsten Bornheimer Platz und zur beliebten Samstags-Shopping-Zeit wollten sie die Öffentlichkeit mit der prekären Lagen vieler Wohnungssuchender

konfrontieren. Der Einladung zu einem Quiz, zur Umfrage, zur Meinungsäußerung, folgten zahlreiche Passanten. Aber auch geladene Gäste wie Bürgermeister Wolfgang Henseler oder der Experte aus der SKM-Wohnungslosenhilfe Bert Becker nahmen den Termin wahr und auch das Presse-Echo ließ sich sehen. Für die jungen Organisatorinnen aus der Firmgruppe war die Nachricht, die sie transportieren

wollten, ganz klar: Es muss sich etwas ändern. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, mehr soziale Durchmischung in den Vierteln, weniger Leerstand bei Industriegebäuden und in Privathäusern und mehr Sensibilisierung aller Bürger und Politiker!

 

Herzlicher Dank geht an die LebEKa – der Lebensmittelausgabe der evangelischen und katholischen Kirchen in Bornheim und Alfter. Der Transport und die Leihgabe der Möbel hat die Aktion erst möglich gemacht!

„Upcycling“, das ist ein modernes Wort für eine uralte Idee. In der Nachkriegsnot ribbelten unsere Großeltern Herrenpullovern auf und strickten aus der gebrauchten Wolle Kindermützchen oder werkelten aus Soldatenhelmen Kochsiebe. Heute ist es oft nicht der Mangel, der die neue Begeisterung für das Upcycling erklärt. Es ist der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit, nach einem Gegengewicht zur Wegwerf- und Überflussgesellschaft. Dazu kommt die pure Freude an der Kreativität, die aus jedem Werkstück ein Unikat macht. Mit „Zauberwerk“ wollen Jacqueline Wulf, „vielfalt. viel wert.“-Mitarbeiterin im Caritasverband, der katholische Verein für soziale Dienste (SKM) sowie das Katholische Familienbildungswerk gemeinsam noch eine weitere Facette hinzufügen: Sie wollen einen Raum schaffen, in dem Integration ganz beiläufig und selbstverständlich geschehen kann. Die Organisatorinnen haben dazu möglichst viele zugewanderte Menschen, zum Beispiel aus der nahen Flüchtlingsunterkunft in der Siegburger Nordstadt mit ihrer Einladung versucht zu erreichen. Genauso aber sind alle Anwohnerinnen und Anwohner im Quartier rund um die Annokirche herzlich eingeladen, mitzumachen. „Zauberwerk“ beginnt an Nähmaschinen und unter Anleitung der erfahrenen Schneiderin Anastasiya Yablonsky an jedem Donnerstag von 15 bis 18 Uhr, ab dem 1. Januar 2019 wird der Termin auf Mittwoch, 15 bis 18 Uhr verlegt.

im Marienheim in der Siegburger Bambergstraße 39. Ein Ausbau zur Arbeit mit anderen Werkstoffen ist angedacht.

 

Zehn Kinder ab sechs Jahren haben sich im Meckenheimer Kulturhaus  "Mosaik" zusammen gefunden, um dort gemeinsam zu kochen, zu essen und zu schnacken. An verschiedenen Abenden gab es kurdisches, syrisches, russisches und italienisches Essen, alles begleitet von Köchinnen aus den jeweiligen Ländern, die sich mit viel Hingabe den Gerichten und Kindern widmeten. Die Köchinnen stammten aus der  kurdischen Frauengruppe SARA, aber auch Mütter und Großmütter der Kinder hatten sich zum Mitmachen bereit erklärt. Die Kinder durften unter Anleitung schnippeln, rühren und kochen, um am Ende das selbst kreierte Essen gemeisam zu verspeisen.

Ein Projekt in Kooperation mit dem Kulturhaus "Mosaik" sowie der gemeinnützigen GmbH "Rheinflanke" in Meckenheim. 

Gemeinsam mit der Annegret Kastopr - Fachberatung Gemeindecaritas - hat Jacqueline Wulf die Betreuung von zwei Firm-Gruppen vor ihrer Firmung übernommen. In Bornheim und in Meckenheim ging es jeweils um das Caritas-Jahresthema „Zusammen sind wir Heimat“. Mit dem selbst gestrickten Untertitel „Heimat hat viele Gesichter“ war es das Ziel der Gruppenarbeiten, mit den Jugendlichen das eigene Heimatverständnis zu reflektieren und Begegnungen mit der Vielfalt der Gesellschaft  zu schaffen. Trotz ihres jungen Alters haben die 16 Jugendlichen schon viele Erfahrungen in ihrem Leben gemacht und konnten sich daher damit beschäftigen, was Heimat für sie ist. Was schmeckt nach Heimat, was riecht so, welcher Ort ist Heimat oder sind es doch eher Freunde und Familie, die Heimat ausmachen? Durch den Besuch von Seniorenkreisen, internationalen Cafés und der Notschlafstelle im Don-Bosco-Haus in Siegburg und in Euskirchen, durften sie auch Menschen kennenlernen, mit denen sie nicht tagtäglich in Kontakt kommen und bei denen sie noch einmal neu erfahren konnten, was für verschiedene Menschen im Leben wichtig ist und welche Rolle ein Heimatgefühl dabei spielt.

Gemeinsam lachen geht immer und zwar am besten genau dann, wenn die Sprache keine Rolle spielt. Einmal mehr also bedienten sich die Projektstelle vielfalt.viel wert. und der Caritas-Fachdienst Integration und Migration der Pantomime, um Menschen mit und ohne deutsche Sprachkenntnisse gleichermaßen zu erreichen: Stummfilmen von Buster Keaton oder Charlie Chaplin, inzwischen fast ein ganzes Jahrhundert alt, amüsierten das Publikum aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern sehr. Die künstlerischen Slapstick-Komödien waren an diesem Abend wieder voll im Trend.  

 

Das diözesane Vernetzungsprojekt vielfalt. viel wert. wird mit einem gemeinsamen Aktionszelt des Diözesan-caritasverbands und allen acht örtlichen Standorten bei der „Kirchenmeile“ auf dem Münsteraner Schloßplatz vertreten sein. Der Katholikentag würdigt damit den friedensstiftenden Einfluss, den vielfalt. viel wert. im gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt. Täglich werden ganztags beispielhafte Aktivitäten aus dem „Repertoire“ von vielfalt. viel wert. angeboten. Dazu gehören das Vorleseformat „Kabäusken“, Upcycling, „Kopfsache“, afrikanischer Tanz-Unterricht, oder die „lebende Bibliothek“, um nur einiges zu nennen. Es werden auch nette „give aways“  ( z.B. das „Lebkuchen- vielfalt. viel wert.-Herz“ .bereit gehalten werden, die vielfalt. viel wert. im wahrsten Sinne des Wortes in den Katholikentag hinein tragen.

Natürlich ist auch die Vielfalt aus dem Rhein-Sieg-Kreis auf dem Katholikentag vertreten und wird dort eine eigene Aktion anbieten -: Ihr könnt mit Sprühfarben eure eigenen Ideen auf die Leinwand bringen und selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Auf der Caritas-Bühne treten zudem etliche Künstler auf, die für  vielfalt. viel wert. tätig sind.  So aus dem Oberbergischen Milad Mamadi am 12. Mai. von 12.15 bis 12.30 Uhr, oder die „vielfalt.-Band“ „Ambessengers“ aus Mettmann wird am Samstag, 12. Mai, auf der großen Caritas-Bühne spielen. Sie sind herzlich zu vielfalt. viel wert. auf dem Münsteraner Schloßplatz eingeladen !

Blickwechsel – Mittendrin statt Rechtsaußen hieß der Workshop, der an insgesamt drei Tagen in den drei 10. Klassen der Franziskusschule in Bornheim stattfand.Rund 60 Schülerinnen und Schüler erfuhren während der interaktiven Übungen, was Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung sind und wie man dem entgegenwirken kann. 

Nachdem das Projekt schon in den Jahren zuvor zwei Mal erfolgreich stattgefunden hatte, übernahm in diesem Jahr 2017 die Projektstelle "vielfalt.viel wert" die Aufgaben. "Schließlich", so die "Vielfalterin" Jacqueline Wulf, "sind "interkulturelle Themen und der Kampf gegen Vorurteile und Ausgrenzung das A und O der Vielfalt-Kampagne". 

Ausgeführt wurde das Seminar von drei professionellen Trainerinnen, die sich auf Antidiskriminierungsarbeit und interkulturelle Themen spezialisiert haben. Finanziert wurde der Workshop vom Caritasverband Rhein-Sieg,  dem Jugendmigrationsdienst Rhein-Sieg, dem  Förderverein der Franziskusschule, der Bürgerstiftung Bornheim, vom Kommunale Integrationszentrum des  Rhein-Sieg-Kreises sowie von der  Stadt Bornheim.  Wir danken allen Förderern herzlich.

Für den syrischen Künstler Ramy Orfaly machen Haut- oder Augenfarbe bei Menschen keinen Unterschied. Er sieht nur den Menschen, er sieht individuelle Geschichten und Gesichter mit unterschiedlichen Farben.  Und er zeichnet und malt das, was er sieht. Für die CityCards-Aktion hat er sein Statement zum Thema Vielfalt gemalt: Zwei Menschen, die einerseits zwillingsgleich aussehen, jedoch unterschiedliche Haut- und Augenfarben haben.So vielfältig die Menschen sind, so sehr gleichen sie sich aber auch. In ihren Bedürfnissen, ihren Wünschen zum Beispiel. Deshalb gibt es neben dem Statement nach Vielfalt auch ein Statement nach Gleichheit: Gleichheit in Bezug auf Freiheits-Rechte, auf den Zugang zu einer auskömmlichen Versorgung.  

Im Dezember 2016, genau vor Weihnachten, lagen die Postkarten, die ein Abbild des Gemäldes des Künstlers sind, an knapp 500 verschiedenen Stellen im Rhein-Sieg-Kreis zur kostenlosen Mitnahme aus. In Bäckereien, bei Friseuren, in Kneipen und an weiteren stark frequentierten Orten.

Kurzfilmwettbewerb für Schülerinnen und Schüler

„Was wäre, wenn alle Menschen gleich wären?“ Die Neuntklässlerin Nadja Arutjunova stellt diese Fragen in ihrem Film, mit dem sie im Kurzfilmwettbewerb den ersten Platz gewann. Unterlegt hat sie ihre Worte mit Bildern von einem Spaziergang rund um die Domplatte. Ja, jene berühmt gewordene Silvesternacht-Domplatte, auf der sie Menschen einzoomt, junge, alte, mit heller oder dunkler Haut.

Bis Mitte November 2016 hatten Schülerinnen und Schüler der 5.-12. Klassen des gesamten Rhein-Sieg-Kreises Zeit, einen Kurzfilm zum Thema „Vielfalt“ einzureichen.

Der Wettbewerb, der im September startete, hat  Jugendliche dazu angeregt, sich auf künstlerische und alternative Weise mit dem Thema „Vielfalt“ und im Speziellen „Vielfalt der Gesellschaft“ auseinanderzusetzen. Dies konnte alleine oder in Gruppen geschehen, im Rahmen des Schulunterrichtes oder privat. Die Bedingung war nur, dass die Schüler auf eine Schule im Rhein-Sieg-Kreis gehen. Ein Kurzfilm durfte bis zu fünf Minuten dauern. In der kreativen Ausgestaltung waren die Schüler völlig frei – Zeichentrickfilm, Stummfilm, Interviews oder kurze Spielfilme, alles war erlaubt.

Das Projekt wurde begleitet durch freiwillige Wochenend-Workshops in der Bonner Medienwerkstatt zu den Themen Filmkonzipierung und Schnitttechniken.

Insgesamt wurden sechs tolle und aufwendige Filme von Jugendlichen eingereicht, die von einer professionellen fünfköpfigen Jury nach inhaltlichen und technischen Kriterien bewertet wurden. Auf einer Abschlussveranstaltung mit weiteren musikalischen Acts wurden alle Filme im Jugendzentrum Bauhaus in Troisdorf vorgeführt.

Auf YouTube sind die drei bestplatzierten Kurzfilme veröffentlicht.

 

Der oben bereits erwähnte erste Platz, der mit 800 € dotiert war, ist ein Kurzfilm von Nadja Arutjunova. Diesen findet ihr hier: https://youtu.be/NnVCyDGt_C4

Den zweiten, mit 500 € belohnten Platz, belegten Chiara Badzun und Cora Hammer, die 195 selbstgemalte Bilder zu einem bewusst plakativen anderthalb-Minuten Comic zusammenfügten. Viel Spaß beim Zuschauen: https://youtu.be/ImUY3kuHnng

Im dritten Film haben Benedict Fischer, Julia Möller und Dominic Wollny eine Interview-Collage erstellt und damit den dritten Platz erreicht, dotiert mit 200 €. Anzuschauen auf: https://youtu.be/EVC5502akg8

„Drei Viertel der Kommunikation funktioniert ohne Worte“, so Milan Sladek, Deutschlands sicher berühmtester Pantomime.

Getreu diesem Spruch, wurde am 11.12.2016 in Bad Honnef ein Fest der Pantomime gefeiert, um vielen Menschen, die nicht die gleiche Muttersprache haben, gleichermaßen einen schönen Abend zu bereiten – Geflüchteten und Einheimischen. Hier wurde offenbar, dass es nicht immer viele Worte braucht, um sich zu verstehen.

Zusammen mit dem Ökumenischen Netzwerk Integration haben die Flüchtlingshilfe und das Projekt „vielfalt. viel wert“ der Caritas den berühmten Pantomimen Milan Sladek für einen großen Auftritt gewinnen können.

Milan Sladek hat Höhepunkte aus seinen solistischen Programmen zusammengestellt und in der Oase in Bad Honnef allen Interessierten Menschen in Bad Honnef vorgeführt. Der 1938 in der Slowakei geborene Künstler lebt seit 1970 in Köln und eröffnete dort das erste festansässige Pantomimentheater Westeuropas.

Rund 100 Besucher haben sich an dem Sonntagabend eingefunden, um Milan Sladek zu sehen und anschließend gemeinsam am internationalen Buffet zu plaudern. Der Abend stand unter dem Motto der Begegnung und dem „Danke sagen“, Danke an all jene, die sich zivilgesellschaftlich, vor allem in der Flüchtlingshilfe, engagieren und zeigen, dass Vielfalt viel wert ist.