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Veranstaltungen

Veranstaltungen im IBZ bis zum 31.01.2021
28.10.2020 - Aufgrund der Corona-Pandemie werden im Internationalen Begegnungszentrum und im KuKuNa-Atelier in der Hünefeldstraße bis auf Weiteres keine Veranstaltungen und Gruppentreffen von externen Vereinen stattfinden. Sobald die Situation es zulässt, finden Sie auf dieser Seite wieder ein vielseitiges Programm. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Gemeinsam Zeichen setzen

Das Projekt zielt auf die gesellschaftliche Integration bzw. Inklusion und die autonome Lebensführung gehörloser Migrant/-innen und ihrer Familien in den Sozialräumen des Bergischen Städtedreiecks Wuppertal, Remscheid und Solingen. Dabei liegt der Fokus auf der Förderung der sprachlichen Kompetenzen und der Förderung der Erziehungskompetenzen. Außerdem steht die Entwicklung von persönlichen Lebensperspektiven im Mittelpunkt des Vorhabens.
Bestehende Angebote und Maßnahmen können von gehörlosen Menschen mit Migrationshintergrund in der Regel nicht besucht werden, da die Personen die deutsche Sprache nicht lesen bzw. schreiben können und es keine einheitliche Gebärdensprache gibt. Schwerhörige und gehörlose Migranten haben also deutlich erschwerte Möglichkeiten, Kontakt mit ihrer Umgebung aufzunehmen und ein eigenständiges Leben in Deutschland zu führen. Viele fühlen sich in ihrem Familienalltag, in Bildungsfragen und im Arbeitsleben hilflos, alleingelassen und überfordert.
Eine Folge der Verständigungsprobleme ist häufig auch, dass Eltern ihre hörenden aber auch gehörlosen Kinder nicht ausreichend fördern können und es an

Die wichtigsten Teilziele des Projektes werden mit folgenden Methoden umgesetzt:

1. Stärkung der gegenseitigen Kommunikationsbasis

  • Vermittlung der deutschen Schrift- und Gebärdensprache in Form von Sprachkursen der deutschen Schrift- und Gebärdensprache und im Kontext von mediengestützten Kursen zum Abbau sprachlicher Barrieren und zur Schaffung einer homogenen Kommunikationsbasis.
  • Unterziel: Förderung und Weiterentwicklung der sprachlichen Kompetenzen von CODA-Kindern durch explizite individuelle Fördermaßnahmen für die Kinder aber auch durch das Aufzeigen von Förderperspektiven für die Eltern. 

2. Stärkung und Förderung der Erziehungskompetenzen gehörloser Eltern

  • Informationsvermittlung zu folgenden Themen: Schul-, Bildungs- und Arbeitssystem, Gesundheit, Ernährung, Politik, Gesellschaftskunde in Form von Informationsveranstaltungen, Workshops und Seminaren.
  • Stärkung der Handlungskompetenzen der Eltern in Fragen der Erziehung im Rahmen von Gruppenseminaren und individuellen Beratungsgesprächen.
  • Bildung eines Austauschforums von hörenden und gehörlosen Eltern um über erziehungsrelevante Fragen zu resümieren und gemeinsame Möglichkeiten zur Überwindung von Herausforderungen und Problemen zu erörtern.

3. Unterstützung gehörloser Migranten durch Förderung und Forderung der Selbsthilfe im Alltagsleben

  • Förderung des Selbstvertrauens und der Identität als Grundlage der Partizipation in Form von Seminaren zur Selbstwirksamkeit, Selbsthilfe und Empowerment um Sicherheit im Umgang mit den verschiedenen Herausforderungen im Alltag zu gewinnen und dadurch zum eigenständigen, selbstorganisierten und selbstbestimmten Agieren und Partizipieren in der Gesellschaft zu befähigen.
  • Förderung alternativer Kommunikations- und Ausdrucksformen durch kulturpädagogische Maßnahmen und Aktivitäten, wie theater- und bewegungspädagogische Workshops und non-verbale Kommunikationstrainings.
  • Freizeitpädagogische und kulturpädagogische Maßnahmen für die ganze Familie zur Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe und Partizipation. 

 

Projektlaufzeit: : 01.01.2019 bis 31.12.2021

 

 Projektförderung:

Das Projekt in Corona-Zeiten

Wegen der Corona-Pandemie hat wurden die Online-Angebote für gehörlose Menschen mit Migrationshintergrund erheblich ausgeweitet. 

Es finden neben der Online-Beratung zum Beispiel Gebärdensprachkurse, Medienkurse, Informationsvideos zu aktuellen Fallzahlen und lebensrelevanten Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und die Aktion „zu Hause bleiben und aktiv sein“ statt. 

Ein besonderes Highlight ist die Aktion „zu Hause bleiben und aktiv sein“. Unter dem Motto gemeinsam gegen Isolation können gehörlose Menschen selbstgedrehte Videoclips einschicken, die zeigen, wie der Alltag seit Ausbruch der Corona-Pandemie für sie aussieht. Die Videos werden international in verschiedenen Sprachen eingesendet, teilweise wurden sogar Videos aus anderen Ländern eingesendet.

Kontakt und Ansprechpartner

Internationales Begegnungszentrum
Fachdienst Integration und Migration
Hünefeldstraße 54a
42285 Wuppertal

 

Ansprechpartnerin:
Anna Afanasjev
Tel. 0202 2805233
Fax 0202 2805210
E-Mail: anna.afanasjev@caritas-wsg.de

Ihr Weg zu uns: