Medizinische Erstversorgung für wohnungslose Menschen

18.12.25, 10:04
Kathrin Röhle

Neuer Dienst in Kooperation mit dem Rhein-Erft-Kreis

Seit Anfang Dezember 2025 bietet der SKM eine medizinische Erstversorgung für wohnungslose Menschen im Rhein-Erft-Kreis an. Dabei handelt es sich um eine aufsuchende Hilfeleistung: Die Mitarbeitenden des SKM fahren gezielt die Notunterkünfte im Rhein-Erft-Kreis an und beraten und versorgen dort Menschen, die von sich aus nicht zum Arzt gehen würden, obwohl sie medizinische Hilfe benötigen.  

Die Sozialarbeiter des SKM, die die wohnungslosen Menschen in den Notunterkünften beraten und betreuen, hatten im interkulturellen Arbeitskreis "Wohnungslosigkeit" auf das Problem aufmerksam gemacht, dass viele Hilfebedürftige nicht selbständig zu niedergelassenen Ärzten gehen, auch wenn sie sich in einer medizinischen Notlage befinden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Scham, eine fehlende Krankenversicherung oder sprachliche Schwierigkeiten sind nur einige davon. 

Daraus ist die Zusammenarbeit zwischen SKM und Rhein-Erft-Kreis entstanden, die zunächst bis Ende 2026 laufe soll. Landrat Frank Rock äußert sich zur Bedeutung des Projekts: „Wer in einer Notlage lebt, darf nicht auch noch auf medizinische Hilfe verzichten müssen. Mit diesem Projekt gehen wir einen wichtigen Schritt, um Menschen ohne festen Wohnsitz schnell, niedrigschwellig und würdevoll zu unterstützen. Das ist praktische Solidarität und ein Zeichen gelebter sozialer Verantwortung im Rhein-Erft-Kreis.“

Der Rhein-Erft-Kreis hat eine Pressemitteilung dazu veröffentlicht, die hier zu finden ist.