Caritas Neuss - Jahresbericht 2015 - page 30

Sie wollen Elektroniker, Industriemechaniker,
Maschinen- und Anlagenführer, Fachinforma-
tiker oder Industriekaufleute werden.
Aber elf
Azubis des Neusser Werks des Hydro Aluminium-
Konzerns waren in Bereichen unterwegs, die auf
den ersten Blick gar nichts mit ihrem Ausbildungs-
beruf zu tun haben. Sie haben Zuwanderer-Kin-
dern bei den Hausaufgaben geholfen, haben
Einkaufsdienste für Menschen mit Behinderung
geleistet, haben Langzeitarbeitslose und Sucht-
kranke ein Stück auf ihrem Weg begleitet, haben
Jugendliche für die Gefahren von Alkohol und an-
deren Drogen sensibilisiert.
Nicht zugucken, sondern anpacken
Sie waren dazu während der Arbeitszeit freigestellt
– als Teil eines Sozialprojekts zwischen Hydro Alu-
minium und den CaritasSozialdiensten Rhein-Kreis
Neuss. Die Azubis haben Sozialpraktika absolviert
in der Fachberatungs- und Kontaktstelle für Men-
schen in besonderen sozialen Schwierigkeiten,
dem Fachdienst für Integration und Migration, der
Projekt zwischen Wirtschaft und Caritas:
Sozialpraktika
vermitteln soziale Kompetenz und erweitern den Horizont.
Soziale Dienste
Diese Auszubildenden von
Hydro Aluminium haben für
das Sozialprojekt mit dem
Caritasverband vorüberge-
hend ihren Arbeitsplatz an
der Maschine mit einer so-
zialen Tätigkeit in einer Cari-
tas-Einrichtung getauscht.
Radstation Neuss, dem alkoholfreien Treff „Ons
Zentrum“ und in der Suchtprävention. Mehrere
Stunden pro Woche waren die jungen Leute über
einen Zeitraum von drei Monaten in den Caritas-
Einrichtungen tätig – und zwar nicht nur zur zum
Zugucken, sondern zum Anpacken.
Fachkompetenz und Sozialkompetenz
Ihre Erfahrungen haben sie Ende 2015 in einem
Workshop beschrieben. Es war bei jedem einzel-
nen zu spüren, dass die Teilnehmer dabei buch-
stäblich ihren Horizont erweitert haben. Genau das
ist das Ziel, betont der Ausbildungskoordinator bei
Hydro Aluminium, Christoph Glasmacher. Arbeit-
geber legen heutzutage nicht nur Wert auf Fach-
und Methodenkenntnisse, sondern auch auf so-
ziale Kompetenz. Denn der Blick über den Teller-
rand bietet Erfahrungen, die keine betriebliche
Ausbildung vermitteln kann. Corporate Social Re-
sponsibility heißt das auf Neudeutsch. Der Begriff
beschreibt die gesellschaftliche Verantwortung, zu
der sich Unternehmen bekennen.
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