Caritas Neuss - Jahresbericht 2015 - page 26

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Der demografische Wandel erfordert neue
Wege der Begleitung auf dem letzten Weg
eines Menschen.
Die Themen Hospiz und Pallia-
tivpflege im Caritashaus Hildegundis von Meer
sind hier Stichworte. Leider kann das Angebot oft
nicht mit dem Bedarf Schritt halten. Daher haben
das Caritashaus Hildegundis von Meer in Osterath
und die Hospizbewegung Meerbusch e.V. zum 1.
Juli 2015 ein Modellprojekt initiiert. So wurde im
Haus Hildegundis nach siebenjähriger konstruktiver
Zusammenarbeit erstmals ein Palliativzimmer einge-
richtet. Hier steht eine um- fassende Palliativversor-
gung für schwerstkranke Menschen und deren An-
gehörige zur Verfügung. Das Palliativzimmer ist in
den Wohnbereich 1 des Caritashauses integriert,
aber nicht für Bewohner des Seniorenheimes ge-
Im Rahmen eines
Modellprojekts
hat das Caritashaus
Hildegundis von Meer ein
Palliativzimmer
eingerichtet.
Stationäre Seniorendienste
dacht. Das Caritashaus stellt das Fachpersonal,
während die Hospizbewegung die Belegung des
Palliativzimmers koordiniert und für die ehrenamtli-
che Begleitung der dort lebenden Menschen sorgt.
Enge Einbindung der Angehörigen
Auch die Einrichtung des Zimmers lag in Händen
der Hospizbewegung und des Caritashauses. Ent-
standen ist ein freundlicher Raum, der eher an ein
Wohnzimmer denn an ein Krankenzimmer erinnert.
Zum Konzept gehört auch die enge Einbeziehung
der Angehörigen. Darum steht in dem Palliativzim-
mer eine Schlafcouch, damit Ehepartner oder an-
dere Angehörige auf Wunsch oder bei Bedarf mit
dem Palliativ-Patienten im gleichen Raum über-
nachten können.
Palliativpflege-Fach-
kraft Natalie Scha-
talov im Gespräch
mit einer Patientin.
Die intensive pflege-
rische, medizinische
und psychosoziale
Begleitung gehört
zum Kern der Pal-
liativversorgung.
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