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Jetzt auch Online-Beratung für Ratinger Bürgerinnen und Bürger

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Sie benötigen Klärung und Unterstützung bezüglich Ihrer finanziellen Situation?
Sie können sich jetzt online von uns beraten lassen,

registrieren Sie sich unter  https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung

Unsere Onlineberatungsstelle ist selbstverständlich auch nach der Pandamiezeit für Sie da und wird zukünftig ein festes Angebot sein! 

Schuldnerberatung

Jeder zehnte Bürger ist in Deutschland überschuldet

Überschuldung ist kein Einzelfall: jeder zehnte Bürger ist in Deutschland überschuldet. Und die Tendenz steigt. Egal ob Mietschulden, Handy-Schulden, Kredite oder Bürgschaften – die Gründe von Überschuldung sind so vielfältig wie die Schicksale der betroffenen Menschen. Oft sind es mehrere Faktoren, die die Situation verschärfen, z.B. der Verlust des Arbeitsplatzes, eine Trennung oder Scheidung, lange Krankheit oder der unsachgemäße Umgang mit Geld und Konsumwünschen.

Durch den wachsenden Schuldenberg ist nicht nur die wirtschaftliche Existenz der Betroffenen bedroht. Oft wirkt sich dies auch auf die körperliche und seelische Gesundheit der Schuldner und ihrer Familien aus.

Unsere Mitarbeiter*innen klären die finanzielle Situation, beraten bei der weiteren Vorgehensweise, unterstützen bei den Verhandlungen mit Gläubigern und begleiten in dieser schwierigen Lebensphase. Ist das Insolvenzverfahren das geeignete Mittel, unterstützen unsere Mitarbeiter*innen bei der Antragstellung und begleiten auf dem nicht immer einfachen Weg bis zur Entschuldung.

Aktuelle Informationen

Energiepreispauschale (EPP) und Heizkostenzuschuss 2022

  • Die Energiepreispauschale (EPP)
    soll Berufstätige entlasten, die aufgrund der gestiegenen Energiepreise erhöhte Fahrtkosten zur Arbeit haben.
    • Die Pauschale beträgt 300€.
    • Sie steht Arbeitnehmer*innen und Selbstständigen zu. Voraussetzung ist, dass man irgendwann im Jahr 2022 in einem Arbeitsverhältnis stand oder selbstständig war, auch wenn dies nur sehr kurz und in sehr geringem Umfang stattfand.
    • Personen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, wird die Pauschale über den Arbeitgeber ausgezahlt. Sie soll im September 2022 gezahlt werden, spätestens aber bis zum Ende des Jahres. Auch beim Bezug von Krankengeld, Kurzarbeitergeld und Elterngeld muss der Arbeitgeber die Pauschale auszahlen
    • Die anderen Berechtigten können Sie nur über die Einkommenssteuererklärung beim Finanzamt erlangen.
    • Die EPP muss versteuert werden
    • Die EPP wird bei anderen Sozialleistungen nicht als Einkommen angerechnet.
    • Der Gesetzgeber hat die Pauschale leider nicht als unpfändbar erklärt. So wird diese bei der Ermittlung des Pfändungsbetrags voll einbezogen. Sie können versuchen, vor (!!) der Lohnauszahlung die EPP vor Pfändung zu schützen. Dazu müssten Sie frühzeitig einen Antrag beim zuständigen Vollstreckungsgericht stellen. Begründung: Die EPP ist eine zweckgebundene Leistung, die der Staat zahlt, um eine Entlastung für die gestiegenen Fahrtkosten zur Arbeit abzupuffern und nicht, damit Gläubiger bedient werden können.

Antragsformulierungen finden Sie hier:
https://www.meine-schulden.de/fileadmin/bag-sb/2_Wissen/Energie/Musterbrief_Freigabe_EPP_Lohnpfaendung.docx

Wurde Ihre EPP zusammen mit Ihrem Lohn/Einkommen auf ein gepfändetes Girokonto überwiesen, können Sie auch dort versuchen, es vor Pfändung zu schützen, indem Sie einen Antrag beim Vollstreckungsgericht stellen. 

Antragsformulierungen finden Sie hier:
https://www.meine-schulden.de/fileadmin/bag-sb/2_Wissen/Energie/Musterbrief_AntragGericht_Kontofreigabe.docx.doc

Sie können die EPP und den Heizkostenzuschuss (s.u.) nebeneinander erhalten. Die beiden Leistungen schließen sich nicht gegenseitig aus.

  • Der Heizkostenzuschuss
    wird im Jahr 2022 einmalig an Personen mit geringem Einkommen gezahlt, damit sie die angestiegenen Heizkosten zahlen können
    • Berechtigte sind: Wohngeld- und BAföG-Empfänger*innen, Auszubildende mit Ausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen sowie Aufstiegsgeförderte mit Unterhaltszuschuss und behinderte Menschen
    • Der Zuschuss beträgt 270€ für eine Einzelperson
    • für zwei Personen 350€ und für jede weitere Person in einem Haushalt 70€.
    • Für BAföG-Empfänger*innen, für Aufstiegsgeförderte mit Unterhaltszuschuss sowie für Auszubildende mit Beihilfe oder Ausbildungsgeld beträgt der Heizkostenzuschuss einheitlich 230 €.
    • Der Zuschuss muss nicht beantragt werden. Wann er ausgezahlt wird, steht noch nicht fest
    • Der Heizkostenzuschuss ist unpfändbar.
    • EPP und Heizkostenzuschuss können nebeneinander in Anspruch genommen werden.

Mehr dazu erfahren Sie unter diesen Links:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/energiepreispauschale.html
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/heizkostenzuschuss-2002324

Corona-Pflegebonus pfändungsfrei!

Das Pflegebonusgesetz ist in Kraft getreten. Mit dem Pflegebonus will die Bundesregierung den Einsatz der Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege während der Pandemie würdigen. Er soll gestaffelt bis zum 31.12.2022 ausgezahlt werden.

  • Bei Lohnpfändungen wird der Bonus nicht als Einkommen angerechnet.
  • Geht der Bonus zusammen mit dem Lohn/Gehalt auf ein gepfändetes Girokonto, kann der Bonusbetrag durch eine P-Kontobescheinigung vor Pfändung geschützt werden. Das ist nur auf einem Pfändungsschutzkonto möglich. Die Bescheinigung benötigen Sie nur dann, wenn die Eingänge auf das P-Konto monatlich 1340€ übersteigen.
  • Eine Bescheinigung zur Vorlage bei Ihrer Bank,
    • können Sie von Ihrem Arbeitgeber oder
    • bei unserer Beratungsstelle als P-Kontobescheinigung erhalten (siehe P-Kontosprechstunde).

Änderungen beim Pfändungsschutzkonto (P-Konto)

Seit dem 01.12.2021 gelten folgende Änderungen:

  • Auch ein Gemeinschaftskonto kann jetzt nach eingetretener Kontopfändung in ein P-Konto umgewandelt werden. Das Guthaben wird dann auf zwei getrennte Konten der bisherigen Kontoinhaber verteilt. Derjenige, gegen den sich die Pfändung richtet, muss dann sein neues Konto als P-Konto führen, wenn er sein Guthaben schützen möchte. Wer damit rechnet, dass das Gemeinschaftskonto gepfändet wird, sollte vorsorglich zwei getrennte Konten einrichten.
  • Der Freibetrag, der automatisch auf einem P-Kontos geschützt ist, beträgt 1.340€ (seit 01.07.2022).

Weitere Beträge können jetzt durch eine P-Kontobescheinigung vor Pfändung geschützt werden:

  • wenn man als Kontoinhaber Arbeitslosengeld2 (Hartz IV) oder Grundsicherung im Alter/bei Erwerbsunfähigkeit oder Asylbewerberleistungen bezieht, kann man den Betrag, der (nur) für die eigene Person gewährt wird, schützen lassen. Das ist dann sinnvoll, wenn dieser Betrag höher als 1.340€ ist. Hierfür benötigt man eine P-Kontobescheinigung.
  • Nachzahlungen von Arbeitslosengeld 2 (Hartz IV), Grundsicherung im Alter/bei Behinderung (früher Sozialhilfe), Kindergeld, Kindergeldzuschlag können in voller Höhe geschützt werden. Hierfür ist eine P-Kontobescheinigung erforderlich.
  • Sonstige Einkommensnachzahlungen bei Arbeitseinkommen, Arbeitslosengeld1, Krankengeld oder Rente können bis zu einem Betrag von 500€ zusätzlich geschützt werden. (P-Kontobescheinigung erforderlich).
  • Zahlungen der Stiftung „Mutter und Kind“ können ebenfalls geschützt werden (P-Kontobescheinigung erforderlich).

Wie bisher können durch P-Kontobescheinigungen vor Pfändung geschützt werden: 

  • Freibeträge für Kinder und Ehegatten. Der Freibetrag für die erste Person ist 500,62€, für jede weitere Person 278,90€. Wenn diese außerhalb des eigenen Haushalts leben, müssen Unterhaltszahlungen nachgewiesen werden.
  • Freibeträge für Personen, mit denen der Kontoinhaber in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, wenn deren Leistung auf das Konto gehen. Das gilt bei Arbeitslosengeld 2 oder Grundsicherung im Alter/wg. Erwerbsunfähigkeit oder Asylbewerberleistungsgesetz.
  • Einmalige Sozialleistungen, wie z.B. Schwangerschaftsbekleidung, Babyerstausstattung
  • Kindergeld, Kindergeldzuschlag
  • Pflegegeld bei Erkrankung/Behinderung

Die benötigten P-Kontobescheinigung können Sie bei uns in der P-Konto-Sprechstunde erhalten,  Donnerstags 15 – 18 Uhr, Düsseldorfer Str. 40. Terminvereinbarung erforderlich unter:  Tel.: 02102-7116100. 

Regelsätze  für das Jahr 2022

Die neuen Regelsätze  für das Jahr 2022 beim  ALG II (Hartz IV), bei der Sozialhilfe, bei der  Grundsicherung im Alter und beim Asylbewerberleistungsgesetz stehen  fest. Die genauen Zahlen finden Sie hier...

Insolvenzverfahren: nur noch drei Jahre Laufzeit bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung

Diese Reglung ist seit dem 01.01.2021 gültig. Das bedeutet, dass jeder/jede, die einen Insolvenzantrag stellt, schon nach drei Jahren die Restschuldbefreiung erlangen kann. Das gilt für alle Anträge, die nach dem 01.10.2020 gestellt wurden oder werden.
Die Laufzeit war davor 6 Jahre und konnte nur verkürzt werden, wenn man eine bestimmte Summe gezahlt hat.
Für Insolvenzanträge, die vor dem 01.10.2020 (und nach dem 17.12.2019) gestellt wurden, gilt eine stufenweise Verkürzung. Wer z.B. am 17.03.2020 einen Antrag gestellt hat, kann nach 64 Monaten die Restschuldbefreiung bekommen. Wer seinen Antrag am 17.09.2020 gestellt hat, erhält die Restschuldbefreiung nach 58 Monaten. 

Unser Angebot

  • Unterstützung und Beratung bei akuten Fragen und Notlagen
  • Schuldenregulierung
  • Verbraucherinsolvenzverfahren
  • Bescheinigungen für Pfändungsschutzkonten
  • Einrichtung und Betreuung von Treuhandkonten
  • regelmäßige Informationsveranstaltungen
  • u.v.m.

Unsere Sprechstunden

Sprechstunde in der Beratungsstelle

Dienstag:     10:00 bis 12:00 Uhr
Donnerstag: 15:00 bis 18:00 Uhr
nach vorheriger Terminvereinbarung unter 02102 7116-100

Bitte beachten Sie die aktuellen Hygieneregeln und bringen Sie zu dem vereinbarten Termin in der Beratungsstelle Ihren Mundschutz mit.

FAQ's - Schuldner- und Insolvenzberatung

Unsere Mitarbeiter*innen helfen Ihnen, wenn

  • Sie Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen
  • Sie eine Vollstreckungsankündigung des Gerichtsvollziehers erhalten
  • bei Ihnen Miet- und/ oder Stromschulden vorliegen
  • bei Ihnen Pfändungen vorliegen

Wichtig: Beziehen Sie Arbeitslosengeld II (ALG II)? Dann benötigen Sie einen Berechtigungsschein des Jobcenters, um einen Termin zu vereinbaren.

Vor einem Erstgespräch bei unserer Schuldnerberatung sollten Sie Unterlagen zusammensuchen, die in Verbindung mit Ihren Schulden und Finanzen stehen.

Sammeln Sie alle Nachweise über Ihr Einkommenssituation (z.B. Lohnabrechnung, Bezug Arbeitslosengeld, Bezug Rente, etc.) zusammen, damit unsere Berater*innen eine Gesamtübersicht über Ihre finanzielle Situation erhalten können.

Ebenso sollten Sie alle Mahnbescheide, Dokumente zu Strom- oder Mietschulden, Unterlagen zu Schulden bei Behörden und Ämtern (Finanzamt, Bußgeldbehörde, etc.) und Bescheide über Geldstrafen mit in die Sammlung aufnehmen.

Bei diesen Schritten können unsere Mitarbeiter*innen Ihnen behilflich sein.

Bedenken Sie: Wir können nur bei den Problemen helfen, von denen wir wissen. Ihre Unterlagen sollten daher möglichst vollständig sein.

Bevor wir mit Ihnen eine Lösung zur Schuldenregulierung erarbeiten können, ist eine Bestandsaufnahme notwendig. Dabei verschaffen sich unsere Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle einen Überblick über Ihre Schuldensituation.

Während des ersten Beratungsgesprächs wird von uns auch geprüft, ob existenzsichernde Maßnahmen (eventueller Anspruch auf staatliche Leistungen, Sozialleistungen, etc.) und Vollstreckungsschutzmaßnahmen (eventuell Einrichtung eines Pfändungsschutzkonto) erforderlich sind.

Um einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren, melden Sie sich bitte telefonisch unter der 02102/ 7116 100. Ohne Anmeldung ist eine Beratung nicht möglich.

Wir bieten donnerstags zwischen 15:00 und 18:00 Uhr eine Sprechstunde für Erstberatungen an. Hierfür melden Sie sich bitte vorab telefonisch unter der 02102/ 7116 100 und können dann einen möglichen Termin vereinbaren.

Zusätzlich bieten wir dienstags von 10:00 bis 12:00 Uhr eine Telefonsprechstunde an.

Unter der 02102/ 7116 808 können Fragen und Probleme mit der/ dem diensthabenden Mitarbeiter*in der Beratungsstelle besprochen werden.

Für Schulen bieten wir unser Präventionsprojekt „Moneypenny“ an. Wir entwickeln mit den Schulen zusammen ein individuell abgestimmtes Konzept, mit dem die Schüler*innen grundlegendes Wissen rund um das Thema Geld und Konsumverhalten erlernen und erhalten. Sie lernen dabei den eigenverantwortlichen Umgang mit Geld und bekommen gezeigt, wie sie Schulden vermeiden können.

Für nähere Informationen sprechen Sie bitte unsere Kolleginnen und Kollegen der Schuldnerberatung an.

Die meisten Schuldnerberatungsstellen bieten seit 1999 auch Insolvenzberatung an. Seitdem gibt es die gesetzliche Grundlage für die Privat- oder Verbraucherinsolvenz. Um ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen zu können, muss eine außergerichtliche Einigung versucht werden.

Sollte diese scheitern, muss mit dem Antrag die Bescheinigung einer anerkannten Stelle (Schuldnerberatung oder Rechtsanwalt) eingereicht werden. Mit der Bescheinigung wird bestätigt, dass die außergerichtliche Einigung ernsthaft erfolgte.

Wenn Sie nicht mehr allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können, gelten Sie als zahlungsunfähig und können ein Verbraucherinsolvenzverfahren beantragen.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren können Sie nicht beantragen, wenn Sie einmal eine selbstständige Tätigkeit ausgeübt haben und in diesem Zusammenhang mehr als 19 Gläubiger haben und/oder Forderungen (Lohn/Gehalt, Lohnsteuer, Arbeitnehmeranteile von Gesamtsozialversicherungsbeiträgen) von ehemaligen Arbeitnehmern bestehen. Auch im Falle einer aktuellen Selbstständigkeit müssten Sie bei Ihrem zuständigen Insolvenzgericht ein Regelinsolvenzverfahren beantragen.

Wichtig ist, dass man hierfür die Karten auf den Tisch legt: man muss sämtliches Einkommen, sämtliches Vermögen und sämtliche Schulden auflisten und für etliche Jahre sein pfändbares Einkommen an einen Insolvenzverwalter abgeben. Dafür ist man am Ende, zurzeit nach spätestens 6 Jahren, schuldenfrei. Aber schon mit dem Beginn des Insolvenzverfahrens beruhigt sich die Situation vollständig und das Leben wird wieder überschaubar. Es stimmt nicht, dass man während der  Zeit des Verfahrens kontrolliert und bevormundet wird. Bei der Vorbereitung und Beantragung des Verbraucherinsolvenzverfahrens erhalten Sie Unterstützung durch unsere Schuldner- und Insolvenzberatende.

Wichtig: Sollten Sie aktuelle Miet- oder Energieschulden haben, wenden Sie sich bitte schnellstmöglich an Ihren Schuldnerberater. Maßnahmen, um Ihre Wohnung oder die Stromversorgung zu erhalten, sollten hier unverzüglich ergriffen werden.  

Ein Gläubiger wird immer dann versuchen Ihr Einkommen wie z. B. Lohn, Gehalt, Rente, Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu pfänden, wenn er vermutet, dass Ihr Einkommen über der Pfändungsfreigrenze liegt.

  • Der Gläubiger muss einen vollstreckbaren Titel über die Forderung besitzen. Titel sind z. B. Vollstreckungsbescheide, Gerichtsurteile, Beschlüsse und notarielle Urkunden. Aus offenen Rechnungen oder Mahnungen kann keine Pfändung erfolgen.
  • Ist der Gläubiger eine Behörde, wie z. B. Finanzamt, Arbeitsamt, GEZ oder gesetzliche Krankenkasse, ist die Forderung bereits durch den Bescheid wie z. B. Gebühren-, Steuer- oder Rückforderungsbescheid tituliert.

Auf der Grundlage des Titels beantragt der Gläubiger beim Gericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss (PfÜb).

Der PfÜb wird dem Drittschuldner zugestellt. Drittschuldner ist die Stelle, woher Sie Ihr Einkommen beziehen. Der Gläubiger muss also vorher wissen, von wem Sie Ihr Einkommen erhalten.

Ist der Gläubiger eine Behörde, wird die Pfändung über die zuständige Vollstreckungsstelle der Behörde, wie z. B. Hauptzollamt oder Finanzamt veranlasst. Diese erlässt eine Pfändungs- und Einziehungsverfügung, welche genau wie ein PfÜb wirkt.

Ihr Arbeitgeber ist nur als Drittschuldner verpflichtet, den pfändbaren Anteil Ihres Netto-Einkommens an den Gläubiger zu überweisen.

Wie viel monatlich gepfändet wird, richtet sich nach der Höhe Ihres Einkommens und der Anzahl der Personen, für die Sie zum Unterhalt verpflichtet sind, also für Kinder und Ehepartner.

Anhand der Pfändungstabelle  können Sie die Pfändungsfreigrenze und den pfändbaren Betrag ermitteln. Die Pfändungstabelle bekommen Sie bei Ihrer Schuldnerberatung oder finden Sie im Internet unter www.schuldnerberatung-berlin.de.

Das P-Konto ermöglicht einen Pfändungsschutz des Girokontos. Auf Antrag muss die Bank das eigene Girokonto in ein P-Konto umwandeln. Damit ist automatisch ein Grundbetrag im Monat auf dem Konto vor Pfändungen geschützt.

Wurde Ihr Konto gepfändet, darf Ihnen die Bank zunächst kein Geld – auch keine Sozialleistungen –ausbezahlen. Sie können jedoch Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen. Dann können Sie bis zu einem festgelegten Freibetrag über Ihr Geld verfügen und Ihr Geld ist geschützt. Damit wird zumindest das Existenzminimum für Zahlungen der Miete, Strom und Lebensmittel gesichert. Sollten jedoch die Zahlungseingänge in einem Monat höher sein als der Freibetrag, dann muss die Bank den übersteigenden Teil an den Kontopfänder überweisen. 

Das P-Konto ermöglicht einen Pfändungsschutz des Girokontos. Auf Antrag muss die Bank das eigene Girokonto in ein P-Konto umwandeln. Damit ist automatisch ein Grundbetrag im Monat auf dem Konto vor Pfändungen geschützt.

Wurde Ihr Konto gepfändet, darf Ihnen die Bank zunächst kein Geld – auch keine Sozialleistungen –ausbezahlen. Sie können jedoch Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umwandeln lassen. Dann können Sie bis zu einem festgelegten Freibetrag über Ihr Geld verfügen und Ihr Geld ist geschützt. Damit wird zumindest das Existenzminimum für Zahlungen der Miete, Strom und Lebensmittel gesichert. Sollten jedoch die Zahlungseingänge in einem Monat höher sein als der Freibetrag, dann muss die Bank den übersteigenden Teil an den Kontopfänder überweisen. 

Seit Sommer 2016 haben Sie einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto. Mit der Beantragung können Sie gleichzeitig bestimmen, dass Ihr Konto ein P-Konto sein soll.

Ihr Kontakt zu uns

Rainulf Küppers

Rainulf Küppers

Fachdienstleiter Schuldnerberatung

Düsseldorfer Str. 40
40878 Ratingen
Nora Pütz

Nora Pütz

Schuldnerberatung

Düsseldorfer Str. 40
40878 Ratingen
Volker Rühe

Volker Rühe

Schuldnerberatung

Düsseldorfer Str. 40
40878 Ratingen
Elisabeth Sandmann

Elisabeth Sandmann

Schuldnerberatung

Düsseldorfer Str. 40
40878 Ratingen